Fußwallfahrt der Walporzheimer Pilger
Am vergangenen Wochenende fand die alljährliche Fußwallfahrt der Walporzheimer Pilgergruppe zum Heiligen Jodokus nach Langenfeld statt. Die Pilger trafen sich am frühen Morgen an der Kreuzigungsgruppe auf dem Calvarienberg, um nach dem traditionellen Pilgersegen ihre 27 Kilometer lange Wanderung in Richtung Langenfeld zu beginnen.
Der Weg führte die Gruppe zunächst durch neblige Landschaften zur ersten Etappe nach Ramersbach. Begleitet von Gebeten, Gesang und intensiven Gesprächen wurde diese Strecke von den Pilgern mit viel Gemeinschaftsgeist gemeistert. Nach einer Weile erreichten sie den Sportplatz in Blasweiler, wo sie bei einer Tasse heißem Kaffee oder Tee die erste Rast genossen. Eine Besonderheit in diesem Jahr war das Begleitfahrzeug, in dem die Pilger ihre Verpflegungsrucksäcke verstauen konnten. Einige nutzten die Gelegenheit, um den langen Weg zu erleichtern und nicht die gesamte Strecke zu Fuß zurückzulegen.
Weiter ging es durch den märchenhaften Wald nach Lederbach, wo die Pilger von den feuchten Witterungsbedingungen und der beeindruckenden Natur, darunter Mooslandschaften und Pilze am Wegesrand, begleitet wurden. Dort machten sie eine wohlverdiente Mittagspause auf der „Kuhniks-Ranch“, um Kraft für den nächsten Abschnitt zu tanken.
Die nächste Etappe führte durch das malerische Nettetal bis zu den Netterhöfen. In diesem Jahr gestaltete sich die Überquerung eines kleinen Flusses besonders herausfordernd: War dies in der Vergangenheit noch mithilfe großer Steine möglich, mussten die Pilger in diesem Jahr durch das hohe Wasser waten. An der Marienkapelle versammelte sich die Gruppe, um gemeinsam Fürbitten zu halten.
Der letzte, steile Anstieg führte zum „Arfter Pilger-Kreuz“, wo die Gruppe im Rosenkranz den Heiligen Jodokus um Fürsprache für ihre Anliegen bat. Mit dem Gebet der Jodokus-Litanei und dem gemeinsamen Lied „Großer Gott wir loben Dich“ erreichten die Pilger schließlich den „Eifel-Dom“ St. Quirinus in Langenfeld.
Nach einer kurzen Andacht und dem abschließenden Pilgersegen versammelten sich die Teilnehmer – erschöpft, aber glücklich – bei Kaffee und Kuchen. Der Tag endete feierlich mit einer Messe um 18 Uhr, bei der die Pilger auf einen ereignisreichen und spirituell erfüllten Tag zurückblickten. Trotz der körperlichen Anstrengung kam auch der Humor nicht zu kurz, und die Pilger waren sich einig: Sie hatten einen wunderschönen Tag mit Gott im Gepäck verbracht.
Diese traditionsreiche Wallfahrt, die Jahr für Jahr die Gemeinschaft stärkt, bleibt für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis.
