Kulturprogramm 2017 in Rengsdorf
Gabriele Keiser konnte für eine Wohnzimmerlesung gewonnen werden
Rengsdorf. Im Rahmen des Kulturprogramms 2017 hatte Bürgermeister Christian Robenek eine Veranstaltung mit dem Namen „Wohnzimmerlesung“ angestoßen. Im Rahmen des Kulturprogramms möchte die Ortsgemeinde bevorzugt regionale Autoren zu Lesungen in ihr „Wohnzimmer“ einladen. In einem kleinen und familiären Rahmen lesen die Autoren aus ihren Werken und natürlich besteht auch in einem solchen Rahmen die Möglichkeit, Fragen zu beantworten oder ein bisschen etwas zur Entstehung eines Romans zu erzählen.
Für die zweite Veranstaltung 2017 konnte Bürgermeister Robenek mit Gabriele Keiser eine „BuGa“-Krimiautorin mit viel Lokalkolorit gewinnen. Die beiden kennen sich bereits seit zehn Jahren, denn Christian Robenek ist Polizist in Koblenz, wo Gabriele Keiser, schon seit längerem, ein regelmäßiger Gast für ihre Recherchen ist.
Lesung aus dem Buch „Goldschiefer“
Die sympathische Autorin aus Andernach hatte ihr 2015 erschienenes Buch „Goldschiefer“ mit nach Rengsdorf gebracht, ein Krimi, der seinen Handlungsort in Leutesdorf, einem historisch angehauchten Weinort auf der Andernach gegenüber liegenden Rheinseite hat.
Heldin des Romans ist die Koblenzer Kriminalkommissarin Franca Mazzari, die bereits in den vier vorangegangenen Romanen ermittelte. Als in den Weinbergen, in denen der „Goldschiefer“ angebaut wird, eines Tages ein menschliches Skelett gefunden wird, ist zunächst niemand wirklich beunruhigt, denn auf Grund der historischen Vergangenheit gibt es dort häufiger Knochenfunde aus der Römerzeit. Doch dann erfährt Franca Mazzari, dass knapp dreißig Jahre zuvor im Nachbarort Hammerstein eine junge Frau verschwunden ist. Ihr kriminalistischer Spürsinn ist geweckt, sie beginnt zu ermitteln und stößt auf eine mysteriöse Familientragödie, die sie gemeinsam mit ihrer jungen Kollegin aufdeckt und dabei feststellen muss, dass sie in ein Wespennest gestochen hat.
Pause wurde auch zum Austausch mit der Autorin genutzt
Die Autorin las insgesamt fünf Abschnitte aus ihrem Roman, in dem sie die wichtigsten Charaktere vorstellte. Nach der ersten drei Abschnitten gab es eine Pause, in der der Goldschiefer von den zahlreich erschienenen Gästen, zusammen mit den von den Gastgebern sehr liebevoll hergerichteten Häppchen verkostet wurde. Zudem konnte auch schon die Pause zum Austausch mit der Autorin genutzt werden, die geduldig Rede und Antwort stand. Nachdem sich alle gestärkt hatten, las die Autorin zwei weitere Abschnitte aus ihrem Buch, beantwortete weitere Fragen und signierte die Bücher, die reißenden Absatz unter den Besuchern fanden, denn schließlich wollte jetzt ja auch jeder wissen, wer der Mörder ist.
Neben der Lesung erfuhren die Zuhörer auch viel Wissenswertes und Interessantes über die Weinregion um Leutesdorf, denn Gabriele Keiser hatte im Vorfeld bei insgesamt drei Weingütern recherchiert und unter anderem auch bei einem der Güter den kompletten Prozess der Weinherstellung von Lese über Kelter bis zur Abfüllung durchlaufen. Dazu kamen natürlich die Recherchen zu den neuesten Methoden der Polizeiarbeit. Speziell für den im September erscheinenden Roman „Kaltnacht“ hatte sich Keiser bei dem ehemaligen Leiter der Spurensicherung in Koblenz eine gründliche Einführung in das Thema Waffen geben lassen.
