Sommerferienprogramm im Hort Mülheim am Platz-Château-Renault
Ganz natürliche Sommerferien
Mülheim. Fernab des Medienrummels verbrachten die sechs bis zehnjährigen Hortkinder der Kita Mülheim-Kärlich/Platz-Château-Renault im Rahmen ihres vierwöchigen Sommerferienprogramms viel Zeit in der Natur.
Besonders entspannt ging es an den drei von den Kindern gewünschten Waldtagen zu, an welchen die Natur kurzerhand zum Abenteuerspielplatz wurde. Mit regem Forschergeist als auch Entdeckerdrang bauten die „Waldkinder“ Staudämme am Bach und erfreuten sich daran, wenn die selbst gebaute Staumauer entfernt wurde, sodass das Wasser tosend das Bachbett hinunterrauschte. In der Tongrube wurden Lehmklumpen gesammelt und daraus fantasievolle Figuren modelliert. Mit zunehmender Geschicklichkeit bewegten sich die Kinder durch Wurzelwerk, Dornenhecken und Brennnesseln, erklommen sandige Hügel und rutschten diese auf dem Hosenboden hinunter. Im Dickicht des Waldes bauten die Hortis aus totem Gehölz und Laub Hütten und ließen gleich ein ganzes Dorf entstehen, welches sie in demokratischer Abstimmung „Waldhausen“ nannten.
Schließlich verzeichnete Waldhausen insgesamt elf Hütten zum Teil sogar mit Gärten und Terrassenmöbeln aus Steinen oder Baumstümpfen, ein Versammlungslager, ein Café und sogar einen Schutzwall mit Schranke, die ein „Pförtnerkind“ bewachte und sogar einen Massagesalon.
Im Schützenhaus in Wassenach wurde übernachtet
Traditionell gab es wieder eine dreitägige Übernachtungsaktion im Schützenhaus in Wassenach - ebenfalls mit Spiel und Spaß im Wald, sowie „Planschvergnügen im Vulkan“ (Laacher See), was natürlich das Highlight war. Noch mehr Badevergnügen in Naturgewässern konnten sich die jungen Wasserratten bei einem entspannten „Wellnesstag“ am Nettewasserfall hingeben. Die Hartgesottenen rutschten sogar den Wasserfall hinunter, dessen steiniger Untergrund vollkommen mit Moos überwuchert war und auf diese Weise wunderbar als Rutschbahn diente. Schöner kann es im Freibad nicht sein!
In Kooperation mit der Grundschule Mülheim konnten die Hortis an drei Vormittagen unter der Anleitung von Herrn René Hofmann ihren grünen Daumen unter Beweis stellen und im Rahmen des „Ackerdemie-Projektes“ beim Pflegen des Schulgartens sowie bei der Ernte helfen. Schubkarre und Stoffbeutel prall gefüllt mit Möhren, Tomaten, Zucchini, Bohnen, Mangold und vielem mehr kehrten die jungen „Ackerdemiker“ jeweils stolz zum Hort zurück. Und so stand dem gesunden Abendessen mit der Familie nichts mehr im Wege!
Auch ein Besuch im Kletterwald durfte nicht fehlen
Im Kletterwald in Bendorf-Sayn genossen die Kids die Natur in luftiger Höhe in den Baumwipfeln und machten bei der Bewältigung verschiedener Parcoure beziehungsweise Kletterelementen Erfahrungen mit ihren eigenen Grenzen, Überwindungskünsten und Klettertechniken. Gegenseitige Unterstützung und Ermutigung bewirkten dabei wahre Wunder und so hatten einige Hortis echte Erfolgserlebnisse, was dem Selbstwertgefühl wieder einmal einen großen Kick gab.
Zusammen mit den Kärlicher Hortis, die einen Vormittag zu Besuch kamen, tollten die Müllemer Hortis über ihr großes naturnahes Außengelände, wo Schrebergarten samt Dickicht und üppigem Baumbestand, das große horteigene Biotop mit Fröschen, Libellen und Wasserläufern sowie eine große Buddelgrube zum Erkunden und Erforschen der Natur anregten.
Die Stubenhockerquote war in den gesamten vier Wochen sehr gering. Freizeit im Sinne von wahrhaftig freier Zeit unter freiem Himmel war angesagt. Nintendos, Playstation, X-Box, Fernseher, Smartphones hatten auf diese Weise auch einmal frei – zumindest während der Hortzeit!
