Online-Vorträge im März und April geben Hilfestellung für die richtige Pflanzenauswahl und Pflege
Garten- und Balkontipps für ein blühendes und naturnahes Jahr
Vallendar. Die Wintermonate sind noch nicht vorbei. Jetzt ist aber die beste Zeit die Bepflanzung für Haus- und Vorgärten oder für Balkon und Terrasse zu planen. Bei der Vielzahl der möglichen Gehölzarten, Stauden und Blumen sind viele Gartenbesitzer häufig überfordert, sich für geeignete Pflanzenarten zu entscheiden.
Was passt in welche Ecke meines Gartens, was muss ich der Pflanzung beachten, wie groß wird das Gehölz und wie muss ich es schneiden? Warum blühen meine Pflanzen nicht oder wie soll ich pflegen, damit auch in den Folgejahren nach der Pflanzung mein Garten eine blühende und insektenfreundliche Oase bleibt?
Auf solche und ähnliche Fragen geben die Online-Vorträge im Rahmen des Projektes „Mehr als nur Grün“ der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, an dem sich auch die Verbandsgemeinde Vallendar beteiligt, Antworten und weitere Hinweise. Die Vorträge werden über das Bau- und Energienetzwerkes Mittelrhein (BEN e.V.) durchgeführt. Folgende Online-Vorträge werden u.a. im März und April angeboten:
Donnerstag, 4. März, 18 Uhr: Wildbienen in Natur und Garten. Referenten: Melina Frenzel, M.Sc., Entomologin und Biggi Kaczmarek, Wildbienenfreundin.
Donnerstag, 18. März, 18 Uhr: Sträucher richtig auswählen, pflanzen, und pflegen – so wird´s was! Referentin: Susanne Diewald, Freiraumgestalterin.
Donnerstag, 15. April, 18 Uhr: Kleiner Garten naturnah – Naturerlebnis vor der Haustür, auf Terrasse und Balkon Referentin: Ulrike Aufderheide, Gartenplanerin.
Ein blühender Garten mit Zwiebelgewächsen, Kräutern, Stauden, Sträuchern und Sommerblumen erfreut dabei nicht nur den Gartenbesitzer. Unverzichtbar sind solche bis in den Spätsommer blühenden Gärten und Freiflächen auch für unsere Bienen und andere Insekten, die auf der Suche nach Nahrung sind. Insekten bestäuben die allermeisten Wild- und Kulturpflanzen und sind damit für den Obstbau, die Land- und Futterwirtschaft von allerhöchster Bedeutung.
Auch die vielen privaten Haus- und Vorgärten leisten so einen wichtigen Beitrag für unsere Artenvielfalt. Leider wurden auch in der Verbandsgemeinde Vallendar in den vergangenen Jahren viele private Gartenflächen in reine Schottergärten umgewandelt. Hier finden Insekten keine Nahrung mehr, zudem heizen sich die Flächen sehr stark auf.
Beispiele für insektenfreundliche Bepflanzungen oder Einsaaten bieten auch viele öffentliche Grün- und Freiflächen in der Verbandsgemeinde (siehe Fotos und Erläuterungen). Im Herbst 2020 erfolgte im Rahmen des Projektes „Mehr als nur Grün“ zudem in der Ortsgemeinde Weitersburg für die kommunalen Mitarbeiter der Grünflächenpflege ein Workshop, um artenarme Rasenflächen mit Stauden, Einsaaten und geeigneten Pflegemaßnahmen auch vor dem Hintergrund des Klimawandels ökologisch aufwerten zu können.
Für alle Vorträge ist eine rechtzeitige Anmeldung über die Internet-Seite des Bau- und Energienetzwerkes Mittelrhein e.V. unter www.ben-mittelrhein.de notwendig. Es werden zudem über die Plattform auch weitere Vortragsveranstaltungen zu Klimawandelfolgen und Holz als Baustoff angeboten.
Pressemitteilung der
Verbandsgemeindeverwaltung
Vallendar
Das Eisenkraut (Verbena bonariensis) auf dem Burgplatz in Vallendar. Die pflegeleichte Staude ist ein reiner Insektenmagnet und benötigt trockene, sonnige Standorte.
Storchschnabel-Arten blühen in den unterschiedlichsten Farben und können als pflegeleichte, bodendeckende Stauden auch in jedem Garten verwendet werden. Hier wurde die Staude für ein Pflanzbeet in Weitersburg verwendet.
Zieräpfel erfreuen im Frühjahr mit ihrer Blüte, bieten eine schöne Herbstfärbung und im Winter sind die lang haftenden Früchte für Vögel eine Delikatesse. Als kleinkroniger, robuster Blütenbaum passt er auch in viele Haus- und Vorgärten. Verwendet wurde die Art auf öffentlichen Flächen in Weitersburg (Ringstraße, Alter Friedhof), Urbar (Friedhof) und auch in der Stadt Vallendar.
Der Winterling (Eranthis hyemalis) ist einer der ersten Frühlingsboten, die schon ab Mitte Februar Insekten Nahrung bietet. Die Pflanze kann gut zwischen Stauden und Gehölzen gesetzt werden. Gepflanzt werden die Wurzelknollen allerdings erst im Spätsommer (vor Pflanzung Wurzelknollen 24 Std. vorab wässern). Fotos: Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar
