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Kultursalon nimmt die Stadtentwicklung unter die Lupe

Gassen prägen den Charakter der Region

Am Samstag, 24. März von 17.30 bis 19 Uhr im Kurfürstlichen Schloss

13.03.2018 - 10:15

Koblenz. Gassen, sind es, die das Gesicht einer Stadt besonders prägen. Sie sind gewachsene Geschichte, authentische Chroniken ihrer Lebensart. Gassenbewohner sind ein Volk für sich, können sich noch auf den Teller schauen. „Hier macht keiner dem anderen was vor“, meint der Kultursalon Koblenz und hat sich die schmalen Wege der Koblenzer genau angeschaut.

Frankfurt besitzt die gut besuchte „Fressgass“, die alljährlich im Mai ihr Gassenfest feiert, Kowelenz hat sein „Etzegässje“, in Bonn machte 2017 die Vivatsghasse von sich reden. Ein heruntergefallener Dachziegel brachte die vollkommene Gassensperrung. Jede Altstadt am Rhein hat ihre Gasse, ein Gassennetz, eine Geschichte, vielleicht sogar ein Gassenfest.

Koblenz, Ehrenbreitstein und manch anderer Vorort besitzen viele Gassen, doch Neuendorf schlägt sie alle Rhein rauf wie runter mit 19 schmalen Straßen, die zum Rhein führen. Das bringt kein anderer Ort am ca. 1.232 Kilometer langen Flusslauf zustande. Das macht die linksrheinische Ortschaft sogar einmalig. Auch wenn die Koblenzer Altstadt ein Etzegässje, eine Mehl-, eine Gemüsegasse hat und eine schicke Florinspfaffengasse obendrein. So hat doch kein anderer Ort am Rhein ein eigenes „Leck mich am Arsch“-Haus.


Drittes Höfe-Gärten-Gassenfest am Samstag, 9. Juni


Mit der neuen Hochwasserschutzmauer sind die Immobilienpreise der Koblenzer Stadtteile beidseits des Rheins gleich bis zu 20 Prozent gestiegen. Die Ehrenbreitstein-Touristen können ohne nasse Füße zur Festung hochfahren, die Bootskellereigasse entlang schlendern. Und die Enten, Schwäne und Gänse dürfen wieder ganzjährig die Neuendorfer Rheinwiesen ihr eigen nennen. Zwar mag es hier noch den sozialen Bennpunkt „Kreuzchen“ geben, einen echten Neuendorfliebhaber stört das nicht. Die natürliche Schönheit von Neuendorf gab es schließlich schon Jahrhunderte zuvor. „Entdecke Neuendorf“ - am Samstag, 9. Juni startet das 3. Höfe-Gärten-Gassenfest von 16 bis 24 Uhr. Alle zwei Jahre steigt dieses Event. Diesmal mit Foto-, Kunstausstellungen, Rock- und Orgelkonzerten, Lesungen und viel Kulinarik.

In diesem Kultursalon am Samstag, 24. März kommen von 17.30 bis 19 Uhr im Schloss die schönsten Gassen in und um Koblenz zu Wort und werden in ihrer Essenz beleuchtet. Gästeführerin Marlis Weiß einst im Dahl wohnend, weiß über die Koblenzer Gassen bestens Bescheid und wird einiges „üwer de Kowelenzer Leut zo berichde – Heilije un Huckeweiwer“. Gerd Meurer, Sachverständiger für Lehmbau an der Handwerkskammer Koblenz und Produzent für biologische Baumaterialien kennt die linke wie rechte Rheinseite, damit auch viele Gassen mit ihrer Bausubstanz. Er wird manches über atmende Häuserwände und gesundes Wohnklima im Lehmbau verraten. Der Neuendorfer Ortschronist und Gästeführer Willi Gabrich berichtet über das Flößerdorf am Rhein und eine ganz besondere Kulturinitiative: das „Höfe-Gärten-Gassenfest 2018“ in Neuendorf. Dr. Dr. Reinhard Kallenbach Journalist und Ingenieur ist der aktuelle Koblenz-Historiker schlechthin, auch er kennt beide Rheinseiten – Bausünden wie Hoffnungsträger – kurz die gesamte Baugeschichte der Region.

Einen höchst lebendigen Samstagabend von 17.30 bis 19 Uhr mit vielen Anekdoten und Heimatwissen verspricht Petra Lötschert, die Gründerin des gemeinnützigen wie unabhängigen Kultursalon Koblenz am Samstag, 24. März. Kultur hält Hof. Herzlich willkommen im Kurfürstlichen Schloss! Der Eintritt ist wie immer frei. www.kultursalonkoblenz.de.

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Kommentare

Illegale Hundezucht aufgelöst: 136 Tiere befreit

juergen mueller:
Strafrechtlich und mit aller Härte zur Verantwortung ziehen - richtig.Aber nicht nur das.Jeder,der einen Hund,speziell WELPEN zur "Hundesteueranmeldung" bringt,sollte darüber Auskunft geben MÜSSEN,WOHER und von WEM er diesen "erworben/gekauft" hat,damit "illegale" Mehr-Hundezüchtung/haltung überprüft werden kann.Mir ist nicht bekannt,dass sowohl illegale wie auch legale Hundezüchter in irgendeiner Art u.Weise registriert werden/wurden. Und wieso ist dieser Zustand nicht bereits früher aufgedeckt worden?Eine Hundehaltung diesen Ausmaßes lässt sich doch nicht so einfach übersehen/geheimhalten. Und die überflüssige Wortwahl "Eigentumsrechte" von Herrn Klasen passt mal wieder wie die Faust auf`s Auge - nämlich überhaupt nicht.Diese abnorme Form von Hundehaltung/Hundevermarktung überhaupt mit Eigentumsrecht i.V..zu bringen,ist genauso abnorm wie die weit auszulegende,unzureichende gesetzliche Definierung hierzu.
Brunhilde Hildebrandt:
Ich bin sehr froh und dankbar das es trotz allem Menschen gibt die handeln , wenn sie von solchen Zuständen Kenntnis bekommen. Hochachtung an alle die Helfer und Tierärzte. Die "Halter" sollten strafrechtlich mit aller Härte zur Verantwortung gezogen werden!!
Uwe Klasen:
Hier wurde, zu Recht und zum Tierwohl bzw. Tierschutz, in die Eigentumsrechte der, offensichtlich vollkommen überforderten, Besitzer eingegriffen!
Armin Linden:
Die KV. bildet aus. Eine gute dringliche Sache. Auch viele andere "Behörden" sind tätig. Beamtenanwärter werden gesucht. OK. Rest geht in Verwaltung und Fachabteilungen. Finden die jungen Leute also alle einen Job ? Auch Übernahmen ? Teils werden die Behörden immer weiter "aufgebläht". Die "SGD" in Kob. ist bereits eine Mammutbehörde. Die Rentner werden paralell immer jünger. Die BRD "Gutverdiener". Mit "5O" war man vor Jahren "Alt". Mit "6O" - Uralt. (Deutsche Philosophie des Jugendwahn). Dieser ist vor 2O Jahren vollzogen worden. Alternativ wurde die BA. in Nürnberg "Neu" aufgepumpt. Tatsache. Auch die Jobcenter, feierten sich als zusätzliche "Neue Industrie". Ich frage mich: Wo geht die Reise hier hin ! Wer zahlt das auf Dauer alles ?
Uwe Klasen:
Sehr geehrte Mitkommentatoren, ich habe nie behauptet was Sie in meinem Kommentar hinein deuten! Es ist nicht mein Fehler, dass Sie sich, ob ihrer fehlerhaften Interpretation einer Aussage oder einer Meinung, Angegriffen fühlen und deshalb empören!
S. Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, ich finde es schade, daß Sie sich mit Ihrer Meinung nicht an Fakten orientieren. Tatsache ist, daß jegliches kommunalpolitisches Engagement freiwillig, als Ehrenamt neben Arbeit, Ausbildung oder Schule geleistet wird. Es handelt sich um einen nicht unerheblichen Zeitaufwand, der leider nur selten gewürdigt wird. Ich finde es bewundernswert, daß sich junge Leute dafür einsetzen, die Zukunft mitzugestalten. Es ist immer leicht, irgendwo 'dagegen zu sein' oder Kritik zu äußern - freiwillig in der raren Freizeit neben Ausbildung oder Beruf nach Lösungen zu suchen ist nach meiner Meinung schon lobenswert.
Sabine Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, es wäre schön, wenn Sie auf Basis von Fakten urteilen würden. Das kommunalpolitische Engagement findet neben der Arbeit oder Ausbildung statt - häufig abends oder an Wochenenden. Ich rechne es allen hoch an, die neben der beruflichen oder schulischen Belastung auch noch bereit sind, Weichen für die Zukunft zu stellen, und die Zukunft so mitzugestalten.
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