Menschen versammeln sich am Ehrenmal zum Volkstrauertag
Gedenken an Gewaltopfer
Bürgerbeteiligung zeigt steigende Tendenz
Wachtberg. In Gedenken an die Opfer von Gewaltherrschaft und Terror versammelten sich am vergangenen Sonntag anlässlich des Volkstrauertages Vertreter der Kyffhäuser Kameradschaft, der Reservistenkameradschaft, Bürgermeisterin Renate Offergeld und Vertreter des Rates sowie Wachtberger Bürger am Ehrenmal in Wachtberg. Die Berkumer Dorfmusikanten gaben der Veranstaltung mit passender Musik einen angemessenen feierlichen Rahmen.
Seit rund 100 Jahren gibt es den Volkstrauertag in Deutschland. Während in den Jahren nach den Kriegen im eigenen Land der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht wurde, rückte auch hier der zunehmend globalisierte Blick Gewaltherrschaft und Krieg auch in anderen Ländern mehr ins Blickfeld. Aus diesem Grunde wandelte sich die Bedeutung des Tages, an dem man nun aller Opfer von Gewaltherrschaft gedenkt.
Das Treffen am Ehrenmal hat eine lange Tradition. Noch vor zehn Jahren hatten sich selten Bürger beteiligt. Das ändere sich von Jahr zu Jahr zunehmend. Mittlerweile bestünde rund die Hälfte der Teilnehmer aus Bürgern, die sich dem Gedenken anschließen wollten, erfuhr man vor Ort von Oberfeldwebel der Reserve Alexander Bayer. Allgemein führte man diese Entwicklung auf die aktuellen politischen Strömungen zurück, die bei vielen Erinnerungen an Ursachen und Folgen des letzten Krieges in Deutschland wecken.
Auch Bürgermeisterin Renate Offergeld mahnte, die Ursachen der Kriege nicht zu vergessen und den jungen Menschen ohne Schuldzuweisungen und Hass über die Geschehnisse im Land zu berichten und ein Bewusstsein zu Ursachen und Folgen zu vermitteln. Mit einem Blick auf die derzeitige Weltpolitik mahnte sie mehr Empathie in Politik und Gesellschaft an.
Am Ehrenmal erinnert ein Kranz an die Opfer von Gewaltherrschaft und Terror