Am Volkstrauertag ging es auch um die Renovierung der Erinnerungsstätte
Gedenken an neuem Ehrenmal
In Eigenleistung gestalteten Harderter Bürger im Sommer auch das Umfeld
Hardert. Das neu gestaltete Ehrenmal auf dem Harderter Dorfplatz stand im Mittelpunkt des Gedenkens anlässlich des Volkstrauertags. Ortsbürgermeister Rainer Philippi begrüßte zahlreiche Bürger und zwei Chöre des Gesangvereins Hardert unter Leitung von Katrin Waldrapp.
In seiner Rede führte Philippi aus, dass es innerhalb von 30 Jahren zwei verheerende Weltkriege mit Millionen von Todesopfern gab: „Dann muss einem schon deutlich werden, unter welch privilegierten Bedingungen wir heute hier leben.“
„Nie wieder Krieg“ war das Leitmotiv der Nachkriegspolitik das nach Ansicht des Ortsbürgermeisters heute etwas in den Hintergrund rücke. „Ein Ehrenmal für die Weltkriegsopfer sollte meines Erachtens gerade deswegen in seiner Bedeutung umfassender verstanden werden, als dies früher der Fall war“, sagte der Ortsbürgermeister. Er ging auch auf die Renovierung des Ehrenmals, auf dem die Namen der in den Kriegen getöteten Harderter stehen, ein. Philippi dankte dem Gemeindearbeiter Marco Sauthoff, dem Ratsmitglied Willi Dillenberger und den Bürgern Arno Muscheid und Dieter Heuser für ihr mit großem Engagement geleistete Arbeit: „Das neu gestaltete Ehrenmal steht so auch weiterhin symbolisch für das ganze Dorf Hardert als soziale Gemeinschaft“, betonte Philippi. Mit eigenen Kräften hatte die Gemeinde im Sommer den Bodenbelag um die Gedenksteine erneuert und das Umfeld so gestaltet, dass auch die alten Tafeln auf der Rückseite des Ehrenmals zu sehen sind. „Im Gemeindehaushalt waren dafür 5000 Euro veranschlagt, doch die haben wir bei weitem nicht gebraucht“, freute sich der Ortsbürgermeister und weiter: „Mit den Blumenschalen macht das Ehrenmal für den Ort was her, denn der Dorfplatz ist eigentlich die gute Stube von Hardert.“
HEP
Durch die Neugestaltung des Ehrenmals sind jetzt auch die Tafeln auf der Rückseite lesbar.
