Allgemeine Berichte | 03.02.2023

Realschule plus und FOS Untermosel begeht den Holocaustgedenktag

Gedenktafel enthüllt und Ausstellung gestaltet

Ortsbürgermeister Michael Dötsch enthüllte gemeinsam mit Schülern und Lehrern der Realschule plus und FOS Untermosel eine Gedenktafel zum Leben der Koberner jüdischen Gemeinde.  Quelle: Realschule plus und FOS Untermosel

Kobern-Gondorf. Im Rahmen des Holocaustgedenktages enthüllte der Ortsbürgermeister Michael Dötsch gemeinsam mit Schülern und Lehrern der Realschule plus und FOS Untermosel eine Gedenktafel zum Leben der Koberner jüdischen Gemeinde. Klassenlehrerin Kathrin Hamm sowie die nun ehrenamtlich agierende Lehrerin im Ruhestand, Anette Schröter, begingen diese Feierlichkeit mit der Klasse 10c in der Marktstraße 15 am Fährbrunnen, wo die Tafel ihren Standort fand. Sie informiert über das Jahrhunderte währende Zusammenleben jüdischer und christlicher Familien im Ortsteil Kobern, wie das der Familien Koppel, Wolff und Grünewald. Am 22. März 1942 folgte für die jüdischen Familien nach einer diskriminierenden Zeit der Entrechtung die Deportation in die Konzentrationslager Izbica, Theresienstadt und Auschwitz. Nur wenige konnten entkommen.

Mit dieser Geschichte befassten sich im Rahmen eines nunmehr achtjährigen Projektes mehrere Schülergenerationen der Realschule plus. Sie haben für die Opfer vor deren ehemaligen Wohnhäusern gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig 23 Stolpersteine verlegt, in der Marktstraße für Familie Leo Koppel und für Familie Ferdinand Wolff, in der Kirchstraße für Familie Simon Wolff und im Mühlengraben für Familie Grünewald. Schülerinnen und Schüler suchten zu Beginn das Gespräch mit Ortsbürgermeister Michael Dötsch, um ihm ihr Projekt vorzustellen. Es begann eine jahrelange Zusammenarbeit, die der Bürgermeister sehr unterstützte. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten an Recherchen im Landeshauptarchiv Koblenz und empfingen Nachfahren der jüdischen Familien aus Israel und den USA als Gäste. Heute nun wurde eine Gedenk- und Informationstafel enthüllt im Gedenken an die Familien. „Wir alle kennen die Geschichte der Vergangenheit“, sagte die Schülerin Amy Hoex in ihrer Rede, „wir können unser Wissen weitergeben, denn wir haben das Glück in einer Demokratie zu leben. Helfen Sie, dafür zu sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholen darf.“ Die musikalische Begleitung der Veranstaltung geschah durch die Fachlehrer Joachim Schmitz und Kathrin Simon. Im Anschluss daran begrüßten die Klassen 10a und 10b zu Ihrer Ausstellung und Präsentation von selbstgeschriebenen Tagebüchern fiktiver Personen aus der NS-Zeit im Mehrzweckraum der Realschule plus und FOS in der Obermarkstraße. Bei diesem Projekt unter der Leitung der stellvertretenden Schulleiterin Tanja Anton machten es sich die Schüler und Schülerrinnen zur Aufgabe , nachzuempfinden, was Jugendliche vor drei Generationen während der Zeit des Nationalsozialismus dachten und fühlten. Zwei Monate schrieben sie als fingierte Zeitzeugen über wirtschaftliche Nöte, politische Tumulte, Meinungen, Hoffnungen und Befürchtungen. Diese beeindruckende und gelungene Arbeit fand große Anerkennung bei den Gästen und steht den Mitschülern im Unterricht zur Verfügung.

Die Klasse 10 a und 10b gestalteten die schulische Ausstellung mit fiktiven Tagebüchern der NS-Zeit.

Die Klasse 10 a und 10b gestalteten die schulische Ausstellung mit fiktiven Tagebüchern der NS-Zeit.

Ortsbürgermeister Michael Dötsch enthüllte gemeinsam mit Schülern und Lehrern der Realschule plus und FOS Untermosel eine Gedenktafel zum Leben der Koberner jüdischen Gemeinde. Quelle: Realschule plus und FOS Untermosel

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