Vier Jahre nach der Flut erinnert Meckenheim an die Katastrophe
Gedenkveranstaltung gibt Raum für Erinnerungen und Dank
Meckenheim. Am 14. Juli 2025 jährt sich die Flutkatastrophe zum vierten Mal. In Meckenheim sind die Erinnerungen an die dramatische Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 weiterhin sehr lebendig. Der gemeinnützige Verein „Meckenheim hilft“ lädt aus diesem Anlass zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung in der Swistbach-Aue an der Schützenstraße ein. Die Veranstaltung beginnt um halb sieben am Abend.
Im Mittelpunkt stehen die persönlichen Erlebnisse der betroffenen Menschen sowie die Erfahrungen der Helferinnen und Helfer, die unmittelbar nach der Katastrophe tätig waren.
Vorgesehen sind Wortbeiträge von Bürgerinnen und Bürgern, deren Wohnungen oder Häuser durch das Hochwasser beschädigt oder zerstört wurden. Ergänzt wird das Programm durch Berichte freiwilliger Helferinnen und Helfer, die nach der Flut Keller ausräumten, Wasser abpumpten und Lebensmittel oder Hygieneartikel verteilten. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine gemeinsame Kerzenzeremonie zum Gedenken an die Katastrophe und an alle Menschen, die bis heute unter ihren Folgen leiden.
Die Stadt Meckenheim war in den frühen Morgenstunden des fünfzehnten Juli zweitausendeinundzwanzig stark vom Hochwasser betroffen. Besonders entlang der Swist traten Bäche über die Ufer. Betroffen waren unter anderem die Schützenstraße, die Mühlenstraße, der Bereich rund um die Bonner Straße sowie der Friedhof und die Kapelle. Zahlreiche Keller liefen voll, ganze Straßenzüge wurden unpassierbar. Auch die Voreifelbahn musste wegen unterspülter Gleise gesperrt werden. Die Schäden an Gebäuden, Gärten, Fahrzeugen und der Infrastruktur waren erheblich. Viele Menschen verloren innerhalb kürzester Zeit ihre gesamte Existenzgrundlage.
Inmitten dieser Krise entstand die Hilfsinitiative „Meckenheim hilft“. Was zunächst als spontane Nachbarschaftshilfe begann, entwickelte sich bald zu einem eingetragenen gemeinnützigen Verein. Der Fokus lag von Anfang an auf konkreter Hilfe vor Ort. Freiwillige organisierten sich telefonisch und über soziale Netzwerke. Sie halfen beim Leerräumen überfluteter Häuser, beim Abpumpen von Wasser und bei der Verteilung von Sachspenden wie Getränken, Hygieneartikeln und warmen Mahlzeiten. Auch ein Hilfsgutlager wurde eingerichtet, um Spenden zentral zu sammeln und gezielt an Betroffene weiterzugeben. In den Folgejahren entwickelte sich der Verein kontinuierlich weiter. Meckenheim hilft organisierte überregionale Hilfstransporte, stellte Feuerwehrfahrzeuge, Krankenwagen und medizinische Ausrüstung für Katastrophengebiete bereit und engagierte sich auch in internationalen Hilfsaktionen, unter anderem in der Ukraine. Die langfristige Unterstützung der Flutbetroffenen in Meckenheim und Umgebung bleibt bis heute ein zentrales Anliegen. Der Verein arbeitet eng mit anderen Organisationen und Gemeinden zusammen und stützt sich dabei auf das fortwährende ehrenamtliche Engagement vieler Menschen.
Der Vorsitzende von Meckenheim hilft, Stefan Pohl, betont die Bedeutung des Gedenkens. Die Flut sei nicht nur ein Naturereignis gewesen, sondern für viele ein einschneidender Moment im Leben. Ziel der Gedenkveranstaltung sei es, die Erinnerung wachzuhalten, den Zusammenhalt zu stärken und all jenen zu danken, die damals geholfen haben und auch heute noch aktiv sind.
Zur Veranstaltung eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, Betroffene, Helfende, Unterstützende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft.
Die Veranstaltung findet in der Swistbach-Aue an der Schützenstraße in Meckenheim statt. Der Beginn ist am Montag, dem 14. Juli 2025, um 18.30 Uhr. Weitere Informationen sind über den Verein „Meckenheim hilft“ erhältlich. Anfragen können per E-Mail an sp@meckenheim-hilft.org gerichtet werden. Informationen finden sich außerdem auf der Internetseite www.meckenheim-hilft.org.
BA
