Allgemeine Berichte | 11.03.2022

Junge Frau absolviert Freiwilligendienst in Koblenzer Notaufnahme

Geduld, Dankbarkeit und Einblicke in die Medizin

Marie Beckermann. Quelle: Bistum Trier

Koblenz. Ein Mann wird mit akuten Beschwerden im Brustraum in die Notaufnahme des Katholischen Klinikums Marienhof in Koblenz eingeliefert. Marie Beckermann bleibt ruhig und schließt ihn an die überwachenden Monitore an, macht einen Abstrich für den Corona-Test und spricht ihm gut zu. Seit Oktober absolviert die 19-järhige aus dem Stadtteil Horchheim hier einen Freiwilligendienst und solche Augenblicke sind ihr Berufsalltag geworden. „Es ist nie hektisch, sondern alles läuft nach einer gewissen Routine“, berichtet sie bei einer Video-Schalte nach Feierabend.

Nach der letzten Abi-Prüfung 2021 hat Marie Beckermann sich gefragt, wie es für sie weitergehen soll. „Eigentlich wollte ich direkt studieren, aber durch die Corona-Pandemie ist mein Entschluss etwas ins Wanken geraten.“ Durch familiäre Verbindungen zu pflegerischen Berufen hat sie sich für einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in einem Krankenhaus entschieden. „Es hat mir schon jetzt sehr, sehr viel gebracht“, schaut sie auf die vergangenen, auch anstrengenden sechs Monate zurück. „Ich habe mich selbst besser kennengelernt und bin von mir selbst beeindruckt, wie ich manchen Situationen begegne“, sagt sie mit einem gewissen Stolz, ohne dabei abgehoben zu wirken.

Allen, die mit dem Gedanken eines Freiwilligendienstes in der Notaufnahme spielen, kann die junge Frau ein paar Tipps geben: „Man braucht einen dicken Geduldsfaden gegenüber den Patientinnen und Patienten. Sie verstehen oft nicht, dass man ihnen nur helfen will“, spricht sie aus Erfahrung. Vielen gehe es nicht schnell genug, sie haben Angst und sind verunsichert – das ließen sie dann manchmal die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spüren. „Man darf das nicht alles an sich ranlassen und man muss ein dickes Fell haben. Das habe ich schnell gelernt.“ Auf der anderen Seite erfahre sie viel Dankbarkeit und Wertschätzung. Neben diesen „soft skills“ hat sie im medizinischen Fachbereich viel gelernt. Also steht nach dem voraussichtlichen Abschluss Ende Juni ein Medizinstudium oder eine Ausbildung in der Pflege an? „Ich habe mich für Duale Studiengänge in der Verwaltung beworben“, sagt sie, denn das Themengebiet mache ihr viel Freude.

Betreuung durch Soziale Lerndienste im Bistum Trier

Bei ihrem Freiwilligendienst werden die Frauen und Männer nicht nur von Kolleginnen und Kollegen angeleitet, sondern auch von den Sozialen Lerndiensten im Bistum Trier unterstützt. Diese bieten in Kooperation mit dem Caritasverband für die Diözese Trier die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu leisten. Sie arbeiten sechs, zwölf oder 18 Monate in sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Jugendzentren oder Kulturprojekten und Ganztagsschulen. Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld sowie Fahrtkostenerstattungen, die Sozialversicherungsbeiträge werden übernommen und der Kindergeldanspruch bleibt bestehen. Die begleitenden Seminare finden momentan in digitaler Form statt.

Wer über einen Freiwilligendienst im In- oder Ausland nachdenkt, kann sich hier informieren: www.soziale-lerndienste.de. Zudem finden am 17. Mai, 26. Juli und 27. September jeweils von 16 bis 18 Uhr digitale Info-Veranstaltungen statt. Anmeldung zu den virtuellen Veranstaltungen und weitere Informationen gibt es unter Tel. (06 51) 9 93 79 63 00 oder per E-Mail an info@soziale-lerndienste.de. Pressemitteilung des

Bistums Trier

Marie Beckermann. Quelle: Bistum Trier

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