Mit dem NABU Koblenz die Vogelwelt entdecken
Gefiederte Wintergäste mitten in Koblenz
Exkursionsteilnehmer am Ufer des Vater Rheins
Koblenz. Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang lud der Ornithologe Heinz Strunk vom NABU Koblenz zum Kennenlernen der überwinternden Wasservögel in Koblenz ein. Randvoll präsentierte sich Vater Rhein. An einigen Stellen trat er bereits über die Ufer. Die 22 Teilnehmer der ersten Führung in diesem Jahr konnten bei strahlendem Sonnenschein einen Spaziergang entlang des Rheins bis zur Rheinlache genießen. Viele Wasservögel, die in nördlichen Gefilden brüten, zieht es im Winter in gemäßigte Breiten. Besonders gern suchen sie städtische Gewässer auf, weil diese nicht so schnell zufrieren wie Weiher und Seen. Gründeln und Tauchen zur Nahrungssuche sind so kein Problem. Neben Stockenten, Höckerschwänen und Kormoranen, die sich das ganze Jahr über hier tummeln, konnten die Besucher verschiedene Möwenarten beobachten, darunter Lach- und Sturmmöwen, die zum Überwintern ins Binnenland kommen. Weitere typische Wintergäste sind die hübschen Reiherenten mit ihrer kleinen Schmuckfeder am Hinterkopf.
Es gab viel zu sehen
Am Schwanenteich näherten sich neugierige Nutrias, große, biberähnliche Nager, den Besuchern. Von der kleinen Insel aus beobachteten die attraktiven, schwarz-weißen Kanadagänse das Treiben am Ufer. Drei Paare der braun-bunten Nilgänse führten bereits kleine Küken, die Heinz Strunk auf ein Alter von höchstens drei Tagen schätzte. Nilgänse zählen, wie auch die Kanadagänse, nicht zur einheimischen Vogelwelt, sondern sind sogenannte Neozoen, die sich durch menschliches Zutun angesiedelt haben. Sie wurden ursprünglich als Ziervögel gehalten und entkamen in die Freiheit. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Nilgans befindet sich in Afrika südlich der Sahara und in Ägypten entlang des Nils. So lernten und entdeckten die Exkursionsteilnehmer viel Neues und erlebten mit Heinz Strunk spannende und ereignisreiche Stunden am Koblenzer Rheinufer!
Pressemitteilung NABU Koblenz
