In Rheinbreitbach wurde die neue Signalisierung für Schulkinder eingeweiht
„Gelbe Füße“ für die Sicherheit auf dem Schulweg
Rheinbreitbach. Viel Prominenz aus Politik und Verbänden hatte sich am Eingang zur Brüder-Grimm-Schule und den Kitas zur offiziellen Einweihung der „Gelben Füßen“ in Rheinbreitbach eingefunden. Die Anwesenden wurden von den Kita-Kindern sowie Schülerinnen und Schülern mit dem Lied: „Mein Weg zur Schule ist nicht schwer“ begrüßt. Schon seit einigen Wochen helfen in Rheinbreitbach „Gelbe Füße“ den Grundschul- und Kita-Kindern im Straßenverkehr. Die an markanten Punkten auf Gehwegen aufgebrachten gelben Fußabdrücke stellen für die Kinder eine Empfehlung für einen sicheren Schulweg dar. „Gehende“ Fuß-Symbole auf den Bürgersteigen weisen den Kindern die empfohlene sichere Richtung, während „stehende“ Füße signalisieren, dass sie stehen bleiben und prüfen sollen, ob sie die Straße gefahrlos überqueren können. Wie Schulleiterin Patricia Schon-Ohnesorge zu Beginn der „offiziellen“ Einweihung betonte, gab es zwar „viel zu organisieren und zu beachten, doch wir konnten immer mit der Hilfe der Eltern rechnen.“ Dabei hat auch die Zusammenarbeit mit den Behörden und Verwaltungen nach Ausführung der Schulleiterin „oft auf kleinem Dienstweg prima geklappt“. Großes Lob gab es auch für die zahlreichen Helfenden: „Ihr Einsatz hat zum Gelingen des Projekts beigetragen“, betonte Sie.
Zahl der Schulweg-Unfälle soll auf Null kommen
Der Anstoß für die Schulweg-Signalisation im Dorf war die Tatsache, dass in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr 5.420 Wegunfälle gemeldet wurden. Wie Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, erläuterte, will man mit den Aktionspartnern „die Zahl drastisch reduzieren und damit auf Null setzen“. Die Unfallkasse hat im vergangenen Jahr 4,8 Millionen Euro für Heilbehandlungskosten nach Unfällen gezahlt, davon 3,4 Millionen für bleibende Unfallfolgen. Alle Schulen und Kitas in Rheinland-Pfalz sind daher aufgerufen, ihr „Gelbe-Füße-Projekt“ vorzustellen. Auf die teilnehmenden Schulen warten dabei Geldpreise. Die Kasse freut sich laut Breitbach jetzt auf „möglichst viele Ideen, die auch zum Nachahmen anregen.“
Die Jüngsten sollen im Verkehr sensibilisiert werden
Nicht nur die Kasse, sondern auch die Politik macht sich für die Unfallvermeidung durch die „gelben Füße“ stark. VG-Bürgermeister Karsten Fehr, der 1. VG-Beigeordnete Dr. Heinz Schmitz, der Rheinbreitbacher Ortsbürgermeister Wolfgang Gisevius und Dr. Hermann-Josef Sich vom Schulträgerausschuss in Rheinbreitbach waren sich einig, dass die Verkehrssicherheitsarbeit zum festen Bestandteil des Bildungskonzepts in Kitas und Schulen gehört. Gisevius betonte dabei, dass „die Jüngsten rechtzeitig für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert werden.“ Wie alle Beteiligten herausstellten, zeigt das Projekt viele neue Blickwinkel und sensibilisiert offenbar auch die Bevölkerung. Christoph Heck, Leiter des Ordnungsamts, war dabei von Beginn an mit eingebunden. Wie er betonte, war die Schulstraße ergänzend zum Gesamtprojekt als Einbahnstraße ausgewiesen. Er zeigt sich daher sehr zuversichtlich, dass sich „die Verkehrssituation vor allem zu den Hauptverkehrszeichen entschärft.“
Kinder finden die gelben Füße interessant
Wie die Aktion in Rheinbreitbach schon weit vor dem offiziellen „Gelbe-Füße-Start“ zeigte, hatten die Kita- und Schulkinder dieses Sicherheits-Projekt verinnerlicht und fanden die gelben Markierungen höchst interessant. Auch die Fahrzeugfahrer im verwinkelten Rheinbreitbacher Straßennetz nahmen die neue Signalisierung schnell wahr und sensibilisierte sie bezüglich ihrer Fahrweise und Umsicht.
Schon Monate vor dem offiziellen Start hatte Nadine Engebrecht, Verkehrssicherheitsberaterin bei der Polizeiinspektion Linz, vier Schulklassen aus Rheinbreitbach mit dem „gelbe-Füße-Projekt“ vertraut gemacht. Dabei hatte sie mit den 80 Kinder des ersten und zweiten Schuljahrs die neue Schulwegführung trainiert. Wie sie heraushob, haben sich dabei auch die Eltern der Schüler stark engagiert. Sie hatten sich an den Gelbfuß-markierten Stellen positioniert und standen den Kindern dort helfend zur Seite. „Sie reflektierten mir in den anschließenden Gesprächen durchweg ein positives Feedback“, freut sich Engebrecht. Die Kita-Leiterinnen Käthemie Dung von der Kita Sankt Maria Magdalena und Dagmar Stolle von der Kita Sonnenschein hatten bei der Vorbereitung viele Vorlagen zum Ausmalen sowie Geschichten und Lieder aus der Projektbroschüre genutzt. Auch die Kinder des Kindergartens und der Schule kennen inzwischen die Bedeutung der „gelben Füße“.
Manfred Breitbach von der Unfallkasse RP will die Unfallzahlen senken.
Schulleiterin Schon-Ohnesorge begrüßte alle Kinder und Gäste.
In Rheinbreitbach ist der sichere Schulweg nun durch „Gelbe Füße“ markiert.
VG-Bürgermeister Fehr zeigte sich von der gelbe-Füße-Aktion beeindruckt.
