Hot Sinzig organisiert Hilfe für Stara Zagora in Bulgarien
Gelebte Solidarität in Zeiten von Corona
Sinzig. Während der Corona-Pandemie erwachsen ernste Gesundheitsgefahren für Millionen armer Roma in mittelosteuropäischen Ländern.
Nur wenige öffentliche Zugänge zu Trinkwasser, keine Kanalisation, viele Menschen auf engem Raum lebend. Die Hygienesituation beispielsweise in Bulgarien ist permanent elendig. Das ZDF berichtete vor einigen Wochen über die prekäre Situation in Stara Zagora. „Viele Familien haben keinerlei Rücklagen, auf staatliche Hilfen können sie kaum bauen“, so Herbert Heuß, wissenschaftlicher Leiter vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma.
Der Grund: In den meisten mittelosteuropäischen Staaten sind sozialstaatliche Hilfen vergleichsweise gering. Für viele Familien bedeutet die Corona-Krise neben dem gesundheitlichen auch einen wirtschaftlichen Notstand.
Denn viele leben hier vom Kleinhandel mit Lebensmitteln und Haushaltswaren, vom Schrottsammeln oder von Einkünften als Erntehelfer etwa in Deutschland. Dies ist in den vergangenen Wochen alles weggebrochen.
Aufgrund des Berichtes sowie persönlicher Hilferufe bestehender Kontakte mit Freunden vom internationalen Jugendzentrum in Stara Zagora, veranlasste Petra Klein, Leiterin des HoT Sinzig zum Aufruf konkreter Hilfe für die Betroffenen. Dabei stand insbesondere Unterstützung für die Gesundheit im Fokus. Hierzu spendeten die Behelfs-Mundmasken-Gruppe Sinzig und die Freunde für Belarus e.V - Kinderhilfe mit Sitz in Neuwied 250 selbstgenähte Masken. Das Sinziger Unternehmen EKW stellte großzügig Desinfektionsmittel bereit. So konnten die Mitarbeiter*innen und Jugendlichen vom HoT ein große Hilfslieferung für ihre Freund*innen nach Stara Zagora/Bulgarien verschicken. Ebenso groß war die Freude und Dankbarkeit seitens der Empfänger, verbunden mit dem Wunsch, sich nach der Zeit von Corona wiedersehen zu können.
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