Allgemeine Berichte | 30.01.2026, 13:57 Uhr

Gelebter Glaube, Gemeinschaft und Engagement

Westum. Am vergangenen Donnerstag feierte die kfd Westum ihr 120-jähriges Bestehen. Den Auftakt bildete um 18 Uhr eine feierliche Gemeinschaftsmesse, die sehr gut besucht war. Im Anschluss lud die kfd ihre Mitglieder zu einem gemütlichen Beisammensein ins Gasthaus „Zur Post“ in Westum ein. Neben dem Kassenabschluss für das Jahr 2025 informierte das Leitungsteam über Neuerungen und den Ablauf der Jahresplanung 2026. Ein besonderer Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 50 Jahre Zugehörigkeit wurden Maria Briel, Christa Röhrig und Ursula Eller ausgezeichnet. Elfriede Herges und Rosemarie Alfter erhielten eine Ehrung für 60 Jahre Mitgliedschaft. Als Zeichen des Dankes überreichte man den Jubilarinnen jeweils ein kleines Blumenpräsent. Der Abend stand ganz im Zeichen der Anerkennung und des herzlichen Dankes für langjähriges Engagement und Verbundenheit. In einem Rückblick auf die Geschichte der Gemeinschaft wurde deutlich, wie tief die kfd in Westum verwurzelt ist. Gegründet wurde sie am 25. Januar 1906 als „Bruderschaft der sieben Schmerzen Mariens“, später bekannt als Bruderschaft der christlichen Mütter Westums. Initiator war der damalige, für seine Zeit sehr fortschrittliche Pastor Schäfer, der Frauen einen Raum für Austausch, Unterstützung und gemeinsames Glaubensleben eröffnen wollte. Bereits wenige Tage nach der Genehmigung durch Bischof Felix in Trier traten 53 Frauen bei, noch im selben Jahr waren es 103 Mitglieder – nahezu jede katholische Mutter in Westum.

Trotz erheblicher Einschränkungen während der NS-Zeit entwickelte sich die Gemeinschaft weiter zu einer Frauengemeinschaft mit großer sozialer und karitativer Verantwortung. Über viele Jahrzehnte prägten Kranken- und Seniorenbesuche, caritative Sammlungen, liturgische Dienste, Wallfahrten sowie die Unterstützung anderer Vereine das Gemeindeleben. In ihrer Blütezeit zählte die kfd bis zu 278 Frauen.

Heute gehören der kfd Westum rund 100 Frauen, davon 34 Mitglieder der kfd, an. Mit einem lebendigen Jahresprogramm von zwei bis drei Veranstaltungen im Monat bleibt die Gemeinschaft ein fester Bestandteil des Dorflebens. Möglich ist dies nur durch das große ehrenamtliche Engagement vieler Frauen. Ein besonderer Dank galt den Frauen, die die kfd über Jahrzehnte geprägt haben, stellvertretend wurden Ursula Alfter und Anna Offergeld für ihre langjährige Tätigkeit als Vorsitzende hervorgehoben. Ebenso dankte das Leitungsteam allen Helferinnen, den Unterstützerinnen der Seniorennachmittage, den Austrägerinnen, den Frühschichten, dem Strickkreis und allen, die durch ihr Engagement zum Fortbestehen der Gemeinschaft beitragen.

Mit großer Dankbarkeit blickt die kfd Westum auf 120 Jahre zurück – und mit Zuversicht in die Zukunft. Möge sie auch weiterhin ein Ort des Glaubens, der Begegnung und der gegenseitigen Unterstützung bleiben.

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