Akkordeon-Club Bonefeld spielte im Deichwiesenhof
Gelungenes Herbstkonzert
Bonefeld. Im gemütlichen Ambiente des historischen Deichwiesenhofs versammelten sich die Gäste zum Herbstkonzert des Akkordeon-Clubs Bonefeld. Joachim Rübesam ist der Vorsitzende des eingetragenen Vereins. Das Konzert findet jährlich statt. Diesmal ist es das Elfte in Folge. Das Orchester besteht aus 14 Musikern. Für das Akkordeonspielen begeistern sich Männer und Frauen gleichermaßen. Das jüngste Mitglied im Orchester ist 22 Jahre alt, das älteste 67. Unterstützend gehören zu den Instrumenten noch Keyboard, E-Piano und Schlagzeug dazu. Gelegentlich greift Dirigent Volker Kocherscheidt auch zur Posaune und bereichert das Klangbild mit diesem Blechblasinstrument. Das Orchester probt regelmäßig einmal in der Woche dienstags abends zwei Stunden. Im Jahr kommt die Gruppe damit auf 30 bis 35 Proben. Außer beim heimischen Herbstkonzert ist das Akkordeon-Orchester auch bei anderen Veranstaltungen zu hören: zum Beispiel der Senioren-Weihnachtsfeier in Bonefeld, beim Traktortreffen in Rengsdorf, beim Deichstadtfest und auf dem Weihnachtsmarkt in Neuwied und ähnlichen Veranstaltungen. Das Akkordeon-Orchester gibt es seit 1970. Die Musiker sind nur zum Teil aus Bonefeld. Die meisten kommen aus der umliegenden Region.
Das Interesse an der Akkordeonmusik erklärt Joachim Rübesam mit der moderner gewordenen Musik-„Literatur“: „Akkordeon verbindet man ja meist mit Volksmusik. Aber heutzutage gibt es moderne Literatur, angefangen bei Queen, den Beatles, über Stevie Wonder bis hin zu moderner Klassik. Das können wir aufgrund der Besetzung mit Keyboard und Schlagzeug alles spielen. Und das macht richtig Spaß!“ Akkordeon spielen lernt man nicht im Handumdrehen. Bis man das Instrument einigermaßen beherrscht, vergehen schon mal drei bis vier Jahre, sagt Joachim Rübesam. Unter der Voraussetzung, dass man Unterricht nimmt und regelmäßig übt.
Das Orchester wird dirigiert von Volker Kocherscheidt. Das Programm des Abends beschreibt er als Mix von Titeln aus den sechziger Jahren bis heute: „Auch Filmmusik ist dabei und auch klassische Musik. Zum Beispiel ein klassisches Arrangement von Mozart, aber in einer etwas moderneren Variante. Das Besondere an unseren Konzerten ist, dass wir das Akkordeon als traditionelles Instrument einsetzen für die moderne Literatur, die wir haben. Das sind wie gesagt Stevie Wonder, Ray Charles oder Melodien aus Lord of the Dance.“ Tragende Säulen in der Gemeinschaft der „Akkordeonisten“ sind Bernd Blum und Arno Eul. Kocherscheidt: „Das sind zwei Leistungsträger, die im Verlauf der Stücke schon mal die schwierigeren Passagen übernehmen.“
Dirigent Kocherscheidt hat Musik studiert mit dem Schwerpunkt Posaune, stammt aus Bonefeld und leitet das Akkordeonorchester schon seit 15 Jahren. Von Beruf ist er Musiklehrer an der Realschule in Lahnstein. Wer sich für das Akkordeonspielen interessiert, sollte schon mal mit dem Sparen anfangen. Joachim Rübesam erklärt: „Die Instrumente, die da vorne auf der Bühne stehen, fangen bei 4.000 Euro an. Nach oben gibt es da je nach Ausführung keine Grenzen. Das ist alles Handarbeit und jedes ein Einzelstück.“
Das Konzert gliederte sich in zwei Teile mit einer kleinen Pause, in der die Besucher sich mit kleinen Snacks stärken konnten. Vorsitzender Rübesam begrüßte unter den Gästen besonders einen treuen Fan des Orchesters, den Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders, die Ortsbürgermeisterin von Bonefeld, Claudia Runkel, sowie zahlreiche Ehrenmitglieder des Vereins. Er bedankte sich bei den Kameraden der SG Bonefeld, die den Thekendienst übernommen hatten. Außerdem verwies Joachim Rübesam auf die Tatsache, dass für den Besuch des Konzerts kein Eintritt erhoben wurde. Deshalb würde sich der Verein über eine kleine Spende am Ende des Konzerts freuen. Begeistert von dem gebotenen Programm nahmen alle Besucher die Gelegenheit wahr, von dieser Möglichkeit der Unterstützung des Akkordeon-Clubs Gebrauch zu machen.
