Mit dem Erhalt bekennt sich die Gemeinde Wachtberg dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken
Gemeinde Wachtberg erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“
Wachtberg. Die Gemeinde Wachtberg ist in dieser Woche mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet worden. Damit würdigt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene gleichnamige Verein die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich die Gemeinde Wachtberg dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren.
„Wir werden euch zuhören und eure Sache ernst nehmen, nicht über euch entscheiden, sondern mit euch“, wandte Bürgermeister Swen Christian sich zuerst an die bei der feierlichen Übergabe anwesenden Kinder und Jugendlichen und erklärte dann: „Das Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ ist für Wachtberg Auszeichnung und Verpflichtung zugleich. Es zeigt, dass wir die Rechte, Interessen und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen systematisch in unser kommunales Handeln einbeziehen.“ Anschließend bedankte er sich bei den Jugendfachkräften Claudia Schmidt und Hannah Forster sowie den anderen Kolleginnen aus dem Fachbereich Bildung, Jugend und Sport für die Idee, die Organisation und die erfolgreiche Realisierung des Projekts.
Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, beglückwünschte Wachtberg und sagte im Namen des Vereins: „Mit dem Aktionsplan setzt die Gemeinde Wachtberg ein starkes Zeichen für die verbindliche Umsetzung der Kinderrechte auf kommunaler Ebene.“
Doch wie es sich für ein richtiges Fest gehört, wurde nicht nur geredet, sondern auch gefeiert. Das Kinderorchester Intermezzo sorgte für Musik, es gab Graffiti-Kunstwerke von jungen Künstlern zu bestaunen, und eine Schülerin der HDG-Schule fasste zusammen mit ihrer Lehrerin in Worte, dass junge Menschen nur durch Beteiligung lernen können, was Demokratie bedeutet.
Auch wenn der Bürgermeister am Ende die Urkunde entgegennehmen durfte, waren es die anwesenden Kinder, die im Mittelpunkt standen. Stellvertretend für alle durften Theresa, Lennet und Moritz dem Bürgermeister auf den Zahn fühlen und machten deutlich, dass sie in Zukunft ein Wörtchen mitreden werden. Denn wie können Erwachsene einen Spielplatz planen, wenn sie selbst doch gar keine Spielplätze benutzen? Und damit dies nie in Vergessenheit gerät, gibt es „Wachti“, das von Hannah Forster entworfene Maskottchen in Drachengestalt, das in Wachtberg von nun an ein wachsames Auge auf kindgerechte Kommunikation und konsequente Beteiligung haben wird.
Pressemitteilung
Gemeinde Wachtberg
