Allgemeine Berichte | 12.03.2018

Kurtscheid und Ehlscheid erweitern die gemeinsame Kindertagesstätte Kunterbunt um zwei Gruppen

Gemeinden greifen tief in die Tasche

Eine Million Euro sind für Kauf der Immobilie und den Anbau notwendig - Erster Spatenstich

In der Kita Kunterbunt betreut das 15-köpfige Team unter Leiterin Stefanie Thran (re.) 85 Kinder, deren Zahl sich nächstes Jahr auf 115 erhöhen könnte.HEP

Kurtscheid. Tief in die Tasche greifen die Gemeinden Ehlscheid und Kurtscheid für die Erweiterung des Kindergartens Kunterbunt. „500.000 Euro zu tragen ist für die zwei Gemeinden mit Anstrengungen verbunden“, sagte Landrat Achim Hallerbach, der beim ersten Spatenstich zu den Gästen aus Kommunalpolitik, Kirche und Eltern zählte.

Die katholische Kirchengemeinde Kurtscheid musste sich vom Kindergarten Kunterbunt neben der Kirche trennen. Schnell beschlossen Gremien und Verwaltung von Ehlscheid und Kurtscheid gemeinsam die Immobilie für 300.000 Euro zu kaufen.

Schließlich müssen die Gemeinden ja den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz erfüllen. Derzeit werden von den 15 Erzieherinnen unter Leitung von Stefanie Thran 85 Kinder betreut. Da jedoch abzusehen ist, dass diese Zahl bald ansteigt, entschied man sich auf dem angrenzenden gemeindeeigenen Grundstück für einen Anbau.

So können zwei neue Gruppen hinzukommen, da ab Anfang nächsten Jahre Platz für bis zu 115 Kinder ist. Der Kurtscheider Ortsbürgermeister Ferdi Wittlich erläuterte die Finanzierung des Anbaus: „Er kostet 1,058 Millionen Euro zu denen das Land circa 188.000 Euro und der Kreis 200.000 Euro gibt. Bleiben also 670.000 Euro und die Kosten für den Immobilienkauf übrig.“

Landrat Hallerbach lobte die beiden Gemeinden dafür, dass von ihnen das Kitaprojekt finanziell gestemmt wird: „Damit ist der Standort Kurtscheid sehr gut aufgestellt“, führte Hallerbach aus.

Dem pflichtete auch VG-Bürgermeister Hans-Werner Breithausen bei: „Auf dieses Projekt können beide Gemeinden stolz sein.“ Die Kirche hat sich zwar von der Immobilie verabschiedet aber nicht von der Trägerschaft. Die liegt weiterhin bei der Katholischen KiTa gGmbH in Koblenz, deren Gesellschafter das Bistum Trier und Kirchengemeinden sind. Diese Organisation stellt den Betrieb von etwa 165 Kitas mit circa 13.000 Kindern sicher. So sind auch die Erzieherinnen bei dieser Gesellschaft angestellt.

Der Landrat meinte: „Der Fachkräftemangel ist deutlich spürbar. Es ist gut, dass die KiTa gGmbH weiter in der Verantwortung bleibt und damit auch die Gemeinden entlasten.“ Bei der KiTa gGmbH ist man überzeugt, dass das Kunterbunt-Team bei Bedarf um bis zu acht Fachkräfte erweitert werden kann.

Architekt Matthias Hardt verwies darauf, dass der 415 qm große Anbau den Kindergartenbetrieb in keiner Weise beeinträchtige, da die Verbindung über den großen Flur, er wird einfach verlängert, erfolgt. „Es entstehen zwei Gruppenräume mit je 40 qm, zwei Stillbeschäftigungsräume, ein Nassraum mit Toiletten, Schlafraum, Personalraum, Elternsprechraum, eine Schmutzschleuse in der man die Kinder abduschen kann, ein Spielflur mit 100 qm sowie Küche mit Speiseraum mit 45 qm Fläche“, erläuterte der Architekt das Projekt.

Nach den Reden ging es mit einer Gruppe Kinder nach draußen, wo die Offiziellen mit Spaten etwas Erde bewegten und so symbolisch den ersten Spatenstich machten. HEP

Vor dem ersten Spatenstich erläuterten Ortsbürgermeister Ferdi Wittlich und Landrat Achim Hallerbach das Projekt.

Vor dem ersten Spatenstich erläuterten Ortsbürgermeister Ferdi Wittlich und Landrat Achim Hallerbach das Projekt.

In der Kita Kunterbunt betreut das 15-köpfige Team unter Leiterin Stefanie Thran (re.) 85 Kinder, deren Zahl sich nächstes Jahr auf 115 erhöhen könnte.Fotos: HEP

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