1. Fachtag Frühe Hilfen im Siegburger Kreishaus
Gemeinsam beraten - wirksam vernetzen
Veranstaltung stand unter dem Motto „Damit das Leben sicher und gesund beginnen kann“
Rhein-Sieg-Kreis „Kinder haben ein Recht auf ein gutes Aufwachsen, sie haben besondere Bedürfnisse nach Anregung, Unterstützung, Förderung und Schutz. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!“ Mit diesen Worten eröffnete Landrat Sebastian Schuster den 1. Fachtag Frühe Hilfen im Rhein-Sieg-Kreis. Zu der Veranstaltung mit dem Motto „Damit das Leben sicher und gesund beginnen kann“ waren über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - überwiegend aus Jugendhilfe und Gesundheitsberufen - ins Kreishaus gekommen. Alle mit dem Ziel, die Vernetzung zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen zu verbessern. Denn im Rhein-Sieg-Kreis gibt es bereits viele Angebote in ganz unterschiedlichen Bereichen. Wie die Angebote aber die Adressatinnen und Adressaten am besten so früh wie möglich erreichen können, darüber sollte sich ausgetauscht werden. Annette Berger, Fachberaterin Frühe Hilfen des Landschaftsverbandes Rheinland führte durch den Fachtag, der mit Vorträgen und Angeboten der Referenten Désirée Frese, Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW und Dr. Joachim Suder, Kinderarzt aus Tübingen, sehr gut aufgestellt war. Dr. Joachim Suder berichtete von seinen guten Erfahrungen mit flächendeckenden „Tandem-Schulungen“ von Kinderärztinnen und Kinderärzte mit Jugendämtern. Ziel müsse weiterhin sein, neben den Kinderärztinnen und Kinderärzten auch die Zusammenarbeit mit den Hebammen, Entbindungspflegern sowie Gynäkologinnen und Gynäkologen zu intensivieren. Rege genutzt wurde auch das Angebot, die verschiedenen Angebote im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis kennenzulernen.
1. Veranstaltung dieser Art
Bei dieser Veranstaltung handelte es sich um eine Premiere: Die Jugendämter der acht rechtsrheinischen Kommunen hatten sich mit dem Kreisjugendamt zusammengetan, um die Zusammenarbeit der Hilfesysteme weiter voranzubringen. Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises brachte ebenfalls seine Kompetenzen ein. „Es geht bei dieser Veranstaltung nicht um uns. Es geht um Hilfen, die früh ansetzen und früh wirken, damit gar nicht erst etwas schief läuft im Leben eines Kindes“, erinnerte Landrat Sebastian Schuster die Teilnehmenden, bevor diese in das Programm aus Fachvorträgen und Arbeitsgruppen einstiegen. Die Angebote der Frühen Hilfen richten sich verstärkt an Familien mit jungen Kindern. Die Angebote sind kostenlos und haben präventiven Charakter. Sie sind ohne Antrag beim Jugendamt und unmittelbar beim durchführenden Träger abrufbar. Angebote früher Hilfen sind zum Beispiel die Elterntreffs/Elterncafés/Ü-Cafés, die Familienhebammen, das Elternbegleitbuch und verschiedene Präventionsprojekte. In den Jugendhilfezentren gibt es Informationen, welche Angebote im Rahmen der Frühen Hilfen in den Gemeinden bestehen.Pressemitteilung
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