Allgemeine Berichte | 12.06.2019, 11:37 Uhr

Interkommunales Projekt NEILA

Gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung

Rhein-Sieg-Kreis. Nach einem halben Jahr Projektarbeit hat NEILA eine erste Zwischenbilanz gezogen. „NEILA“ steht für „Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement“ und ist ein gemeinsames Projekt der Bundesstadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Ahrweiler sowie der Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Königswinter. Wissenschaftlich wird das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt durch die TU Dortmund und dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, ILS gGmbH, Dortmund begleitet.

Zur 60. Plenumssitzung des regionalen Arbeitskreises Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) präsentierte das noch junge Projekt NEILA erste Ergebnisse aus der bisherigen Arbeit. Hierzu zählen Vorbereitungen für ein gemeinsames Flächenmonitoring und der Entwurf einer Weißflächenanalyse, die Restriktionen der weiteren Siedlungsentwicklung aufzeigt. Miteinander wollen alle Beteiligten untersuchen, wo es potenzielle Flächen für Wohnbebauung und Gewerbeansiedlung gibt, bei gleichzeitiger Weiterentwicklung von Freiraumqualitäten, die die Region kennzeichnen. Dabei wird es darum gehen, nicht nur neue Flächen für Wohnen und Gewerbe auszuweisen, sondern auch die Möglichkeiten der Innenentwicklung zu untersuchen.

An der Sitzung des regionalen Arbeitskreises Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler nahmen neben dem Projektleiter Professor Dr. Thorsten Wiechmann von der TU Dortmund auch Dr. Hermann Tengler, Wirtschaftsförderer des Rhein-Sieg-Kreises, Helmut Wiesner, Stadtbaurat Bonn, und Erich Seul, Fachbereichsleiter Kreis Ahrweiler, teil.

Entscheidender Faktor für eine gelungene Projektarbeit sei die Zusammenarbeit aller Partner über Stadt- und Kreis- und Landesgrenzen hinweg. Gemeinsam wollen die Bundesstadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und der Kreis Ahrweiler das jeweils vorhandene Potenzial nutzen, um die Region zukunftsfähig zu machen. „Dafür brauchen wir auch eine kontinuierliche Kommunikation und Rückkopplung mit der Kommunalpolitik“, so Professor Wiechmann. Über das Vorgehen zur Einbindung der Kommunalpolitik und die Zwischenergebnisse diskutierten die Experten im Anschluss an die Plenumssitzung mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Beigeordneten und Amtsleiterinnen beziehungsweise Amtsleitern sowie den Mitgliedern des projektbegleitenden Fachbeirates.

Zukünftig wird in NEILA auch die Entwicklung eines Ausgleichssystems für interkommunale Kooperationen bei der Siedlungsentwicklung im Fokus stehen: Neben einem finanziellen Ausgleich, wie er bereits bei einigen interkommunalen Gewerbegebieten vereinbart ist, könnte auch die Mitnutzung öffentlicher Infrastrukturen, wie etwa Schulen verhandelt werden.

Aktuell gibt es beispielsweise Gespräche zwischen Bonn und Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises über die gemeinsame Entwicklung von Gewerbeflächen.

Weitere Informationen zum Projekt NEILA unter www.neila-rak.de.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

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