Allgemeine Berichte | 01.08.2017

Ein ganz besonderes Event auf dem Sportplatz in Koblenz-Neuendorf

Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus

Die Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation hatte zu einem Freundschaftsspiel eingeladen

Die Mannschaften des SV Pfaffendorf e.V. (rote Trikots) und der Ahmadiyya Region Rheinland setzten in Neuendorf ein sportliches Zeichen gegen Gewalt und Rassismus.  TFR

Koblenz. Am vergangenen Samstag fand auf dem Sportplatz Neuendorf ein Freundschaftsspiel der Mannschaften der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation und des SV Pfaffendorf e.V. statt. Die Jugendorganisation ist mit über 12.000 aktiven Mitgliedern einer der ältesten und größten muslimischen Jugendverbände Deutschlands. Navid Haider Ahmad, Jugendleiter der Region Rheinland-Pfalz, erklärte: „Ungefähr 500 Jugendlichen in unserer Region werden unterschiedliche Sportarten angeboten. So bieten wir ein breites Spektrum an sportlichen Aktivitäten, so Volleyball, Cricket, Basketball und natürlich auch Fußball.“ Seitens der Sportvereine sei man bestrebt, gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu arbeiten, und so könnten Synergien geschaffen werden, ein Zeichen dagegen zu setzen. Der Sport sei eine Form des Dialogs, in der es unabhängig von Rasse, Herkunft und Religion möglich ist, miteinander zu kommunizieren, so Haider Ahmad.

Als Vertreter des Fußballverbands Rheinland war Heinz Josef Haben anwesend. Er machte deutlich, wie wichtig die Integration der Migranten auch im Hinblick auf den Sport ist. „Der DFB hatte schon vor vielen Jahren die Aktion TOR ins Leben gerufen. TOR steht für Toleranz, Offenheit und Respekt. Das sind die drei wichtigsten Punkte, wenn wir über Fairness, Akzeptanz und Integration sprechen“, so Haben. „Jeden Tag begegnet man Gewalt oder Rassismus, sei es in den Medien oder auch persönlich. Der SV Pfaffendorf möchte gemeinsam mit der Ahmadiyya Jugendorganisation ein Zeichen setzen. Wir bedanken uns für die Einladung und freuen uns auf ein schönes und sauberes Spiel“, so David Baade, Spielertrainer des SV Pfaffendorf. „Als junge Muslime in Deutschland möchten wir uns für ein gesellschaftliches Miteinander einsetzen“, erklärte Faiq Arshad in Anlehnung an den Koran, Sure 49 Vers 14: „Oh ihr Menschen, wir haben euch von Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, dass ihr einander kennen möchtet.“

Auf dem Spielfeld boten danach beide Mannschaften ein spannendes, schnelles Spiel mit vielen fairen Zweikämpfen. Obwohl das Spiel mit 5:4 Toren für die Spieler der Ahmadiyya endete, kann man sagen, dass beide Mannschaften gewonnen haben.

Mit einer gemeinsamen Stärkung endete dieses freundschaftliche Treffen.

Trotz aller Zweikämpfe ging es auf dem Platz immer fair zu.

Trotz aller Zweikämpfe ging es auf dem Platz immer fair zu. Foto: Thomas Frank

Auch das stärkt Gemeinschaft und Toleranz: Im Anschluss an die Fußballpartie verbrachte man noch Zeit beim gemeinsamen Essen.

Auch das stärkt Gemeinschaft und Toleranz: Im Anschluss an die Fußballpartie verbrachte man noch Zeit beim gemeinsamen Essen. Foto: Thomas Frank

Die Zuschauer bekamen ein spannendes Spiel zu sehen.

Die Zuschauer bekamen ein spannendes Spiel zu sehen. Foto: Thomas Frank

Heinz Josef Haben, Fußballverband Rheinland und Navid Haider Ahmad, Jugendleiter der Ahmadiyya Jugendorganisation Region Rheinland-Pfalz.

Heinz Josef Haben, Fußballverband Rheinland und Navid Haider Ahmad, Jugendleiter der Ahmadiyya Jugendorganisation Region Rheinland-Pfalz. Foto: Thomas Frank

Die Mannschaften des SV Pfaffendorf e.V. (rote Trikots) und der Ahmadiyya Region Rheinland setzten in Neuendorf ein sportliches Zeichen gegen Gewalt und Rassismus. Fotos: TFR Foto: Thomas Frank

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