BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering war zu Gast beim Vorstand der LSV NRW
Gemeinsame Ziele auf unterschiedlichen Wegen
Nordrhein-Westfalen. Beide Organisationen unterscheiden sich in ihren Ansätzen, haben letztlich aber das gleiche Ziel: Alten Menschen ein Leben in Würde und mit hoher Lebensqualität zu ermöglichen. Franz Müntefe-ring, der neue Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), tauschte sich bei einem Besuch in Münster mit dem Vorstand der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) aus. Die LSV NRW ist über ihren Bundesverband – die Bundes-arbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen (BAG LSV) – Mitglied in der BAGSO und ist dort mit den Vorstandsmitgliedern Dr. Helmut Freund (stellvertretender Vorsitzender der BAG LSV) sowie Dr. Martin Theisohn (BAGSO-Fachkommission Gesundheit) vertreten.
Der LSV-Vorstand präsentierte Franz Müntefering seine Arbeit, die dank engagierter Menschen und vergleichsweise guter Rahmenbedingungen auf hohem Niveau geleistet werden kann. „Uns fehlt fast ‚nur‘ noch die verbindliche Einbindung der kommunalen Seniorenvertretungen in die Ge-meindeordnung des Landes“, so die Vorsitzende Gaby Schnell mit Blick auf die von SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN eingebrachte Gesetzesvorlage.
Franz Müntefering, ehemaliger Vizekanzler und SPD-Bundesminister für Arbeit und Soziales, ist seit November 2015 BAGSO-Vorsitzender. Ihm gehe es um eine gute Lebensqualität im Alter, bei der Bildung, Abbau von Ausgrenzung oder Altersdiskriminierung, aktive Teilnahme und Teilhabe an der Gesellschaft wichtige Eckpunkte seien, so erklärte er. Dabei verwies er auch auf die so genannte „Frankfurter Erklärung“ des deutschen Seniorentages 2015, in der an alle Verantwortlichen in der Gesellschaft– gleich welchen Alters – appelliert wird, sich für eine tolerante, inklusiv denkende und handelnde Gesellschaft stark zu machen und dabei gegenseitige Wertschätzung zu praktizieren.
Dass ärztliche Versorgung, die Stärkung der Rolle der Kommunen, Mobilität insbesondere auf dem Land, die Frage zukünftiger Lebensräume sowie die Entwicklung der Pflege die derzeit besonders aktuellen Themen sind, darin waren sich Gaby Schnell und Franz Müntefering einig. „Wir haben als LSV NRW genau diese Zukunftsfragen auf der Agenda“, so die Vorsitzende. Als explizit politische Organisation setzt die Landeseniorenvertretung aber vornehmlich auf die Veränderungen von Rahmenbedingungen. Franz Müntefering ließ sich diesen partizipativen, politischen Ansatz der LSV gerne erläutern, bei dem es um eine durch ein Mandat erlangte, unabhängige politische Teilhabe Älterer an der Gesellschaft geht. Als einen „ausgesprochen anregender Austausch“ lobten am Ende alle Beteiligten die Begegnung.
