Lüftelberger Vereine, Institutionen und Privatpersonen
Gemeinsames Zeichen gegen Hass und Hetze gesetzt
Lüftelberg. In den letzten zwei Wochen wurden leider regelmäßig öffentliche Orte in Lüftelberg mit Hetzzetteln beklebt. Zudem wurden mehrfach diverse Flugblätter in die Briefkästen der Lüftelberger Bevölkerung eingeworfen. Hier kommt es im Zusammenhang mit Corona, neben offensichtlich falschen oder zumindest fragwürdigen Aussagen, zu Aufrufen zur Gewalt gegen Polizei und Amtsträger. Es wurde gar dazu aufgefordert, Geimpfte mögen den Davidstern tragen, da die Impfung einer Genmanipulation gleich komme. „Diese unfassbaren Aussagen können und dürfen nicht für unser Dorf stehen. Daher haben sich einige Vereine, Institutionen und Privatpersonen zusammen getan, um eine gemeinsame Erklärung abzugeben, zu unterzeichnen und damit ein klares Zeichen zu setzen“, erklärt Daniel Südhof, Lüftelberger Ortsvorsteher. Er habe sehr gerne die Koordination und Initiative übernommen. Mit Inhalt und Stärke gefüllt werde die Erklärung allerdings erst durch die Unterzeichnung der vielen Vereine, Institutionen und Privatpersonen.
„Eine tolle Initiative, die ich gerne mit meiner Unterschrift unterstütze“ war eine viel gehörte Aussage während der öffentlichen Unterzeichnungsaktion am 20. Mai auf dem Platz am Lindenkreuz. Dort lagen die Listen im frühen Abend aus und konnten, selbstverständlich unter Einhaltung der gültigen Corona-Regeln mit Maske und Abstand, unterzeichnet werden. Gut 290 Unterschriften sind so zusammengekommen. Darunter auch viele Vereinsvorsitzende, der eigens dafür nach Lüftelberg gekommene Meckenheimer Bürgermeister Jung, ehemalige Lüftelberger Ratsmitglieder und frühere Ortsvorsteher. Und für die kommenden Tagen werden noch einige „Nachzügler“ erwartet. Rechnet man die Kinder des Dorfes heraus, hat somit knapp ein Drittel der Lüftelberger Einwohnerinnen und Einwohner unterzeichnet.
„Das Ergebnis der Sache bestärkt mich, gemeinsam mit den Menschen im Dorf genau die richtige Initiative ergriffen zu haben. Diese Teilnahme ist ein eindeutiges Signal, welches hoffentlich auch den mittlerweile namentlich bekannten Plakatkleber und Zettelverteiler erreicht“, so Südhof. „Eine mögliche juristische Aufarbeitung werden wir nach Kräften unterstützen. Schließlich liegen mittlerweile einige Aufnahmen von privaten Kameras vor, welche die Person trotz Maskierung bei seinen nächtlichen Verteilaktionen identifizierbar machen.“
Pressemitteilung der
Ortsgemeinde Lüftelberg
Zahlreiche Menschen beteiligten sich.
