Brohler Kulturverein „Aalschokker Katharina e.V.“ hatte eingeladen

Geologisch geführte Tour

Entlang des „Katharinenweges“ vom Rhein zu den Vulkanen

07.05.2019 - 15:02

Brohl-Lützing.Der Brohler Kulturverein „Aalschokker Katharina“ hatte die Wanderfreunde zu einer geologisch geführten Tour entlang des „Katharinenweges“ aufgerufen.

Dipl. Geologe Paul Delfs, Mitgestalter des attraktiven und geologisch interessanten Rundkurses, sollte eigentlich diese Tour unter dem Motto „Vom Rhein zu den Vulkanen“ führen. Er war leider erkrankt und so lag es in den Händen des Vorsitzenden des Kulturvereins, Helmut Rosenbaum, die Wanderer mit interessanten Informationen zu begleiten.

Am Ausgangspunkt in den Brohler Rheinanlagen hatten sich nur 14 Wanderfreunde eingefunden. Die Wetterverhältnisse boten für den Mai ein eher untypisches Bild, ging es doch in der Nacht noch bis an die Null-Grad Grenze. Es war also am Startpunkt noch frisch und es gab auch immer wieder kleinere Regenschauer.

Die Wegstrecke führte durch Brohl, über den wunderschönen Grad (Eselsteig) des Dickt hinauf, mit herrlichen Panoramablicken auf Brohl und in die Rheinebene. Auf der Anhöhe des Dickt führt der Weg an der ehemaligen keltischen Fliehburg vorbei zum Alkerhof. Der erste geologische Höhepunkt wurde mit dem römischen Steinbruch an der hohen Buche erreicht. Wertvolle Erkenntnisse über den Vulkanismus in der Eifel und die schon zur Römerzeit erfolgte Nutzung der Steinbrüche wurden gegenwärtig.

Die Strecke führte über den Knopshof in Richtung Geishügelhof, um kurz vor dem Anwesen in Richtung Brohltal abzubiegen. Am Tönissteiner Brunnen wurde die Ebene erreicht und es ging an der Schweppenburg vorbei zur Mosenmühle, wo die Mittagsrast abgehalten wurde.

Nicht nur unter dem geologischen Gesichtspunkt war es unbedingt notwendig, die in der Nähe befindlichen Traßhöhlen zu besuchen. Diese Ascheberge, aus dem Laacherseevulkan resultierend, wurden über Jahrhunderte abgebaut und in den Traßmühlen des Brohltals vermahlen.

Jetzt bestand für einige Teilnehmer die Möglichkeit, die Tour abzukürzen und mit dem Vulkanexpress nach Brohl zurückzufahren.


Kräftezehrende Wanderung - müde, aber glückliche Wanderer


Wer die komplette, gut 16 Kilometer lange Strecke mitgehen wollte, hatte nun einen erneuten Anstieg zu bewältigen. Der Weg führte hinauf nach Lützingen, wo mit der stillgelegten Lavagrube des Leitenkopfes das nächste geologische Topereignis wartete. Der Ausstieg aus der Grube führte zu einem der Rastplätze des Katharinenweges auf die Lützinger Höhe. Ein wunderbarer Platz, an dem sich Katharinenweg und Himmelsleiterweg ein Stück vereinen. Von hier lässt sich eine wunderbare Nah- und Fernsicht genießen.

Der Verlauf der Wanderung ging, durch herrliche Wiesen, vorbei an der Lammertaler Kapelle, zur Reutersley. Ein grandioser Aussichtpunkt mit Blick auf die Burgen Rheineck, Arienfels und die Ruine Hammerstein, mit dem im Rhein liegenden Hammersteiner Werth.

Von hier konnte bereits das Ziel der Wanderung am Brohler Hafen in Augenschein genommen werden. Steile Serpentinen führten ins Rheintal zu den Brohler Rheinwiesen zurück. Am „Aalschokker Katharina“, dem Ausgangspunkt der Wanderung war die Gruppe müde, aber auch glücklich angelangt. Der Ausklang eines schönen Tages fand im Biergarten der „Hafenschänke“ statt.

Pressemitteilung

Brohler Kulturverein

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juergen mueller:
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juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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