Allgemeine Berichte | 10.02.2026, 10:27 Uhr

Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik

Geopolitische Herausforderungen und die Zukunft der Ukraine

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am Montag, 23. Februar 2026, um 19:30 Uhr, wird im Hotel zum Weinberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Vortragsabend stattfinden, der auch als Zoom-Webinar übertragen wird.

Dr. Thomas Beck wird zum Thema "Nachhaltiger, statt fauler Friede für die Ukraine angesichts neuer geostrategischer Voraussetzungen" sprechen.

Der Vortrag behandelt die komplexe geopolitische Lage um den Ukrainekonflikt und die Rolle von "alternativen Fakten", die den russischen Angriffskrieg als Selbstverteidigung zu relativieren versuchen.

Dr. Beck argumentiert, dass der imperialistische Revisionismus des Putin-Systems auch nach einer diplomatischen Lösung des Ukrainekriegs eine Bedrohung darstellen würde. Zudem wird die hybride Kriegsführung, die auf die Erosion der Unterstützung für die Ukraine abzielt, thematisiert, ebenso wie die Korruption innerhalb der Ukraine, die den legitimen Interessen des Landes schaden könnte.

Im Vortrag wird ferner die gegenwärtige Krise des Völkerrechts und der regelbasierten Ordnung erörtert. Die internationalen Beziehungen sind geprägt von national-egoistischen und imperialen Tendenzen, die das Vertrauen in die Außenpolitik erschüttern. In diesem Kontext sieht Dr. Beck die EU in der Pflicht, universelle Werte zu verteidigen. Der Referent wird die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Waffenstillstand oder Friedensvertrag diskutieren, einschließlich territorialer Fragen, Sicherheitsgarantien und der Stationierung internationaler Friedenstruppen. Auch Themen wie Rüstungsbeschränkungen, Reparationen und die Rolle eines internationalen Strafgerichtshofs werden behandelt. Dr. Beck wird zudem die möglichen Folgen eines Scheiterns dieser Bemühungen aufzeigen.

Dr. Thomas Beck, geboren 1956, ist ein renommierter Politikwissenschaftler und Historiker. Nach seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr studierte er Politikwissenschaft und Geschichte in Tübingen und spezialisierte sich auf die deutsche Teilung und die Streitkräfte der DDR. Er war als Dozent an der Hochschule des Bundes tätig und sammelte internationale Erfahrung durch Projekte in Belarus und Russland sowie durch Wahlbeobachtungen für die OSZE. Nach einem Mid-Career-Studium an der Kennedy School of Government in Harvard ist er seit seiner Pensionierung 2022 als Lehrbeauftragter an der Akademie des Auswärtigen Amts aktiv.

Die Vorträge der Gesellschaft für Sicherheitspolitik sind öffentlich und kostenfrei zugänglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, und auch die Teilnahme am Zoom-Webinar ist möglich, wobei Einzelheiten hierzu in der Einladungsmail oder auf der Homepage bereitgestellt werden. BA

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