Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach
Geschichte unter Dach und Fach
Protokoll-Bücher Schriftverkehr seit Bestehen des Vereins gehen als Dauerleihgabe an den Heimatverein
Rheinbreitbach. Bereits auf der traditionellen Nikolausfeier des Obst- und Gartenbauvereins war zu hören, dass die Vereinsdokumentation zukünftig an einem besonderen Ort gelassen wird. Die Vereinsvorsitzende Kartini Klein und der gesamte Vorstand hatten sich mit dem Heimatverein Rheinbreitbach arrangiert, um sämtliche Unterlagen wie Protokoll-Bücher und den Schriftverkehr seit dem Bestehen des Vereins 1907 bis zum Jahr 2000 als Dauerleihgabe zu übergeben.
Im festlich und vorweihnachtlich geschmückten Sitzungsraum des Heimatvereins auf der Hauptstraße von Rheinbreitbach trafen sich nun die wichtigsten Akteure der Vorstände und stöberten nochmal in den Büchern und Dokumenten, bevor sie im Nebenzimmer auf den vorbereiteten Schreibtisch zu liegen kamen. Dahinter positionierten sich dann die beiden Vorstandsvorsitzende der Vereine Kartini Klein (OGV) und Dankward Heinrich (HV). Daneben Thomas Napp, dem Archivar des Museums, sowie Gisela und Gustl Richarz. Die beiden hatten den Dokumentenschatz über viele Jahre in ihrem Haus gehütet. Von ihnen stammt auch die Idee, ihn als Dokumentation einer Vereinsgeschichte der breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ab dem Jahr 1907, mit kleinen Lücken aus den Kriegsjahren, ist nun für jedermann die Sichtung unter Begleitung des Archivars möglich. Übrigens stellt der Heimatverein in diesem Zusammenhang auch einen tollen Dienst bereit, denn alle verfügbaren Dokumente sind gegen ein kleines Entgelt als Kopie, Scan oder Abschrift zu erhalten. Details dazu entnimmt man der Homepage des Vereins. Anschließend traf man sich wieder im Sitzungsraum und stieß mit einem Glas Sekt auf dieses Ereignis und zur weiteren guten Zusammenarbeit an.
Der Archivar Thomas Napp erzählte den Anwesenden, wie seine Arbeit im Verein passiert. Wie auch in den populären Archiven in aller Welt, ist zunächst kleine Sisyphusarbeit notwendig, um das teilweise empfindliche Material zu sichten, zu ordnen und zu katalogisieren. Und das auch noch ehrenamtlich. Die anschließende Führung durch das gemütliche Heimatmuseum endete dann auch unter dem Dach. Hier ist das Archiv untergebracht und nun gesellt sich noch ein Meter Vereinsgeschichte des Obst- und Gartenbauvereins dazu.
