„Goldener Nachmittag“ für die Remagener Senioren
Geselligkeit und Unterhaltung
Stadt hatte wieder ein gelungenes Programm für die älteren Mitbürger vorbereitet
Remagen. Traditionell waren am vergangenen Mittwoch alle Senioren der Stadt Remagen ab 75 Jahren und diejenigen, die in diesem Jahr noch 75 Jahre alt werden, zum „Goldenen Nachmittag“ eingeladen. Nicht nur für die Senioren aus der Kernstadt, sondern für die älteren Mitbürger aus allen Stadtteilen wird dieser Nachmittag einmal im Jahr in der Rheinhalle veranstaltet. Damit möglichst viele an dieser unterhaltsamen und geselligen Veranstaltung teilnehmen konnten, wurde – wie gewohnt – wieder ein Bustransfer von und in alle Stadtteile organisiert.
Mit rund 500 Senioren waren ein wenig mehr als im vergangenen Jahr der Einladung gefolgt. Moderator Marcel Möcking begrüßte neben den Senioren auch die Stadträte, die Ortsvorsteher aus Rolandswerth und Oberwinter, Michael Berndt und Norbert Matthias, den evangelischen Pastor von Oberwinter Michael Schankweiler, den leitenden katholischen Pfarrer und stellvertretenden Dechanten Frank Klupsch und natürlich Bürgermeister Björn Ingendahl. Für ihn bat Moderator Möcking um einen besonderen Applaus, den die Senioren gerne spendeten.
Präsent vom Bürgermeister
„Das ist mein erster Goldener Nachmittag als Bürgermeister und Gastgeber“, erklärte Ingendahl. Gerade in Remagen mit dem Projekt „Leben und älter werden in Remagen mitgestalten“ seien Senioren ein zentrales Thema, mit dem sich Politik und Verwaltung täglich beschäftigten. Auf ein riesiges Interesse sei der Aktionstag zum Thema vor Kurzem in der Rheinhalle gestoßen. Das mache deutlich, wie wichtig das Projekt für die Stadt sei. Unter anderem gebe es im Seniorenbereich das Projekt 60plus-Bus, bei dem der Bus des Jugendbahnhofs für die Senioren im Stadtgebiet unterwegs ist. Es habe sich, so Ingendahl, allerdings gezeigt, dass der Bus nicht den Anforderungen der Fahrgäste entspreche. Im kommenden Jahr wolle die Stadt ein barrierefreies Modell anschaffen, damit auch Menschen mit Einschränkungen beim Gehen oder im Rollstuhl befördert werden können. Als kleines Präsent hatte der Bürgermeister für jeden anwesenden Senior einen Bildband von Remagen mitgebracht.
Dank für die Lebensleistung
Pfarrer Frank Klupsch begrüßte die Senioren im Namen der Kirchengemeinden. „Wenn ich so in den Saal schaue, denke ich, was sitzt hier für eine großartige Lebensleistung. Was hat jeder von Ihnen für die Familie, für die Vereine, für die Stadt und für das Land schon alles geleistet. Es ist schön, dass Sie so viele Angebote in der Stadt und in den Kirchengemeinden haben. Ich möchte Sie ermutigen, bringen Sie sich mit Ihrem Verzäll ein, damit wir aus ihren Erfahrungen lernen können“, bat Klupsch. In Würde alt zu werden, das sei eine Leistung, zu der herzlich gratuliere. Seit 100 Jahren sei der Erste Weltkrieg zu Ende. „Wie dankbar dürfen wir sein, in einem friedlichen Land, in einem friedlichen Europa zu leben“, betonte Klupsch. „Sie haben vieles mehr erlebt und gesehen. Sie haben teilweise den Ersten und Zweiten Weltkrieg noch erlebt. Und die Welt ging für Sie auch davon nicht unter. Meine lieben Senioren, Sie werden in dieser Welt noch gebraucht“, machte Klupsch deutlich und sang mit den Senioren ein Lied, das einige noch aus ihrer Jugend kennen: „Davon geht die Welt nicht unter“ von Zara Leander.
Dann übernahm der neue Tourismusleiter Marcel Möcking die Moderation des Nachmittags. Zur reich gedeckten Kaffeetafel unterhielten die Rheintaler mit schmissiger Blasmusik, bevor Musiker Björn Heuser die Senioren begeisterte. Eine ganz besondere Freude war für die Senioren der Tanz der Gardepänz der Prinzengarde und als die Kinder der Kindertagesstätte Goetheknirpse mit ihren Laternen auf die Bühne zogen und Martinslieder sangen.
Nach rund drei Stunden Unterhaltung und geselligem Beisammensein wurden die Senioren in bequemen Bussen wieder in ihre Ortsteile gefahren.
AB
