Allgemeine Berichte | 25.11.2022

Sanierungsstau im Gebäude an der Wilhelmstraße

Gesicht des Lahnsteiner Jugendkulturzentrums ändert sich

Lahnstein. 1975 wird in Lahnstein Deutschlands kleinstes Jugendzentrum eröffnet. „Die Baracke“ wird nach den Forderungen als Übergangslösung den Jugendlichen zur Verfügung gestellt, die Verwaltung übernimmt der Jugendverein. 1980 kauft die Stadt Lahnstein dann das Gebäude in der Wilhelmstraße, um dort ein Jugendzentrum aufzumachen. Mit viel Eigenleistung der Jugendlichen und unter Mitwirkung des Stadtjugendringes erfolgen Umbaumaßnahmen, sodass am 24./25. April 1981 das Jugendzentrum eröffnet.

Seit dieser Zeit ist das Jugendkulturzentrum zu einer Institution mit einem bunt gefächerten Programm geworden, das auf den vier Säulen „Begegnung – Beratung – Bildung – Kultur“ ruht. Die Angebote sind dementsprechend übergreifend auf alle Altersgruppen ausgerichtet. Konkrete Schwerpunkte der Arbeit sind dabei generationenübergreifende und altersspezifische Begegnungen, Angebote mit bildungs- und kulturpädagogischem Charakter sowie gruppenorientierte erlebnis- und freizeitpädagogische Angebote, die Zusammenarbeit mit sozialen Partnern und Institutionen.

Die Wichtigkeit dieser Arbeit ist auch dem Oberbürgermeister Lennart Siefert sowie der gesamten Stadtverwaltung Lahnstein bewusst. Nichtsdestotrotz ist das Gebäude in der Wilhelmstraße 59 mittlerweile in die Jahre gekommen. Daher wurde am 14. Oktober eine ausführliche Brandschutzbegehung durch die Brandschutzdienststelle der Kreisverwaltung Bad Ems und Mitarbeiter des städtischen Bauamts Lahnstein durchgeführt. Ergebnis dieser Begehung war, dass das Gebäude nicht mehr den aktuellen brandschutzrechtlichen Vorgaben entspricht und daher im jetzigen Zustand nicht wie bisher weitergenutzt werden kann.

Die Mängel, die dem jahrzehntelangen Sanierungsstau des Gebäudes geschuldet sind, verlangen eine umgehende Reaktion. „Ich lasse solche eklatanten Mängel weder liegen, noch versuche ich, sie zu schieben“, erläuterte Oberbürgermeister Siefert in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HUFA) vom 21. November. „Weil eigentlich notwendige Sanierungen nicht gemacht wurden und sich im Laufe der Jahre die Brandschutzbestimmungen verändert haben, befinden wir uns in der jetzigen Situation.“

Eine Sanierung gemäß brandschutzrechtlichen und barrierefreien Vorgaben würde ersten Schätzungen zufolge rund 2,7 Millionen Euro kosten. Daher stellte OB Siefert im HUFA den Vorschlag für das weitere Vorgehen vor. Es ist mit geringen Mitteln möglich, dass die Räumlichkeiten im Erdgeschoss bis zum 30. Juni 2023 für Veranstaltungen genutzt werden können, das Obergeschoss hingegen steht ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Indem man das Erdgeschoss zunächst weiter nutzbar macht, gewinnt man Zeit, um für die Angebote, die derzeit in der Wilhelmstraße 59 stattfinden, eine Alternative zum bestehenden Raumangebot zu finden.

„Ich möchte eines nochmal ganz deutlich klarstellen: Die Institution des Jugendkulturzentrums stand und steht nicht zur Debatte. Die Institution bleibt erhalten! Wir sprechen rein von einer Schließung des Gebäudes aufgrund der Mängel an die heutigen Anforderungen von Brandschutz und Barrierefreiheit. Die Institution mit ihrer wichtigen Arbeit in Sachen Integrations-, Frauen-, Jugend- und Kulturarbeit muss erhalten bleiben“, bekräftigte Lennart Siefert.

Pressemitteilung der

Stadt Lahnstein

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Franz Stengel: Mich wundert das es in unserer Langendorfer Straße in Neuwied nicht zu mehr Gefahren kommt denn die meisten Autofahrer denken anscheinend es wäre eine Auffahrt zum Nürburgring so wird hier gerast, aber...
  • Boomerang : Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist eigentlich ein gutes Ziel. "Feministischer Kampftag" dagegen mutet an wie eine Kriegserklärung. Der moderne Feminismus ist pervertiert zu einem Anspruch die...
  • Günther: Es stellt sich nicht unbedingt die Frage der Beteiligung, sondern auch die Höhe der festgelegten Beteiligung. Soweit ich onformiert liegt der Anteil der Stadt bei 25% und die der Bürger bei 75%. Mindestens...
Imageanzeige
Heizölanzeige
Wahlanzeige 2 von 6
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Februar 2026
Rund ums Haus
Handwerkerhaus
Mitarbeiter/in Stadtreinigung (m/w/d), Gärtner/in (m/w/d)
Imageanzeige Radiologie & Nuklearmedizin
Empfohlene Artikel

Meckenheim. Die Trainingsgruppe „Wirbelwinde“ des Meckenheimer Sportvereins richtet sich an Kinder der Jahrgänge 2019 und 2020 und ermöglicht einen frühen, kindgerechten Einstieg in den Sport. In der Gymnastikhalle in Meckenheim können sich die Kinder frei bewegen, neue Bewegungsformen ausprobieren und spielerisch grundlegende motorische Fähigkeiten entwickeln. Abwechslungsreiche Übungen und Spielformen fördern Koordination, Gleichgewicht, Reaktionsvermögen und Beweglichkeit.

Weiterlesen

Meckenheim. Der Karneval ist gefeiert und das bunte Treiben scheint vorbei. In der Natur beginnt es jetzt erst richtig. Frühblüher stehen in den Startlöchern und recken Blütenköpfe und Blätter in die heller werdenden Tage. Mildere Temperaturen locken nach draußen. Wer genauer hinschaut, entdeckt erstes frisches Grün und immer mehr farbige Tupfer. In Meckenheim gibt es dafür einen neuen besonderen Ort.

Weiterlesen

Lahnstein. Die Karnevalssession mag offiziell beendet sein, doch bei der Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein hallt der Applaus noch lange nach. Die Mitglieder blicken auf eine glanzvolle Kampagne zurück, in der die tänzerischen Abteilungen des Vereins die närrischen Herzen in und weit um Lahnstein im Sturm eroberten.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Jahreshauptversammlung Kreisverband Gartenbau Ahrweiler

Blick zurück und nach vorne

Kreis Ahrweiler. Der Kreisverband Gartenbau Ahrweiler unter der Leitung von Kreisgärtnermeister Norbert Hammer traf sich jüngst zu seiner Jahreshauptversammlung in Sinzig bei Hammer Floristik und Gärtnerei.

Weiterlesen

Tragischer Unfall auf der B 258

24.02.: 81-Jähriger stirbt bei Überschlag

Mayen-Kürrenberg. Am Abend des 24. Februar 2025 ereignete sich auf der B 258 in der Nähe von Mayen-Kürrenberg ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 81-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Vordereifel war mit seinem Subaru in Richtung Hirten unterwegs. In einer scharfen Linkskurve verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Straße ab und überschlug sich.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Titelanzeige "Torsten Welling"
Eckfeld-Anzeige
Jubiläums-Anzeige
Gesundheit im Blick
Imageanzeige Werbeplan 2026
Stellenanzeige MA Bereich Verwaltung/Organisation und Personal
Gesundheit im Blick
Anzeige KW 8
Närrische Preise
Best. Nr. DECPO-00017501 - Stellenanzeige Maschinenführer
Gesundheit im Blick
50% Aktionspreise
Printanzeige KW 8