Wahrzeichen Meckenheims schlagen erste Wurzeln
Gespendete Apfelbäume vor neuem Rathaus gepflanzt
Bürgermeister und Fraktionsmitglieder greifen zum Spaten – Alte Obstsorten schmücken den Vorplatz
Meckenheim. Am letzten Dienstag im launischen April setzte Meckenheims Bürgermeister Bert Spilles zusammen mit den Vertretern der Fraktionen, der Baumschule Ley, des Baubetriebshofes und allen mit dem Rathausneubau berührten Ämtern und Abteilungen vor dem neuen Rathaus ein grünes Zeichen für die Zukunft Meckenheims. Unter der fachkundigen Anleitung des Produktionsleiters der Baumschule Ley, Christoph Dirksen, bewaffneten sich die Anwesenden mit Schaufeln und Gießkanne, um die Pflanzung der neuen Bäume, die alte Apfelsorten tragen werden, an den vorgesehenen Stellen abzuschließen. Die Hüllen der Ballen verblieben nach Anweisung in der Erde, weil sie sich nach und nach dort von selbst zersetzen. Formschöne Gießringe entstanden um die jungen Stämme herum, sodass sich nach getaner Arbeit ein schönes Bild ergab, das die künftige Pracht der jungen Bäume auf dem Rathausvorplatz erahnen ließ. Nachdem die Schaufeln zur Seite gelegt waren, ging man zum Fassanstich über, um die Gestaltung des Vorplatzes zu feiern.
Im Schatten der Bäume werden Bürger deren Früchte genießen
An den Enden der Baumbeete waren bei der bauseitigen Anlage des Beetes auch Bänke für die Bürger nicht vergessen worden, die dort zum Verweilen einladen. Wenn an den Bäumen die ersten Früchte reifen, dann dürfen diese auch in den Verweilpausen der Besucher gepflückt und gegessen werden, frei nach dem Motto „pflücken und genießen“. Damit der Bürger auch weiß, was er verzehrt und welche Sorten genau den Platz zieren, hat die Baumschule Ley anstatt der üblichen Plastik- oder Papierschilder für eine dauerhafte Beschriftung in Form von gefrästen Metallschildchen gesorgt. Zu lesen sind dort und im Nachbarbeet die Namen alter, widerstandsfähiger Sorten wie Danziger Kantapfel, Elstar, Ley’s roter Cox, Roter Berlepsch, Roter Gravensteiner, Roter Boskoop, Geheimrat Dr. Oldenburg, weißer Klarapfel, Goldparmäne, James Grieve und Rote Sternrenette.
Gespendet wurden sechs dieser Bäume von den Fraktionen der Stadt. Einen weiteren hat die Stadt Meckenheim beigesteuert. Im Nachbarbeet finden sich die ebenfalls gespendeten Bäume der Partnerstädte Le Mée-sur-Seine bei Paris und Bernau bei Berlin. Auch von diesen Bäumen darf bei Fruchtreife gerne genascht werden. Bereits bei der Pflanzung hatten die Bäume fast ihre endgültige Höhe erreicht. Zweieinhalb bis drei Meter groß sollen sie bei guter Pflege werden und vielleicht schon im Herbst 2018 die ersten Früchte tragen.
Zeitplan „Neues Rathaus“ wird eingehalten
Seit Februar 2016 wird die Planung, die vielen dezentralisierten Sitze der einzelnen Stadtverwaltungsfunktionen in ein einziges, eigenes Gebäude zu verlegen, umgesetzt. Nach dem Abriss der Jungholzhalle konnten die Bauarbeiten zeitnah beginnen, sodass das Projekt nun im Frühjahr 2017 schon deutliche Konturen angenommen hat. Einzelne Buchstaben des Schriftzugs „Rathaus“ sind bereits enthüllt, das Gebäude steht und kann voraussichtlich nach Plan im Mai bezogen werden. Der Umzug wird ab diesem Zeitpunkt abteilungsweise an aufeinanderfolgenden Wochenenden erfolgen, um den Betrieb im Rathaus so wenig wie möglich zu stören. Auch der Bau des Vorplatzes erfolgte zeitplangemäß. So konnte die Pflanzung der Apfelbäume am genau zum für die Vegetation richtigen Zeitpunkt, nämlich in der letzen Aprilwoche, vorgenommen werden.
Zum Zeitpunkt des Umzugs werden die neuen Bäume in dem großen Baumbeet bereits erste Wurzeln geschlagen haben und mit einem bisschen Glück wird auch der geplante Rollrasen dann schon die Oberfläche des Beetes begrünen. So wird der Bürger künftig zusammen mit einem einzigen Weg für alle Belange bei der Stadt Meckenheim auch den Vorplatz mit den Wahrzeichen Meckenheims, den Apfelbäumen, genießen können.
