Allgemeine Berichte | 14.09.2021

LEADER-Projekt „Jugend Aktiv im Adenauer Land“:

Gesprächsrunden und Orts- begehungen mit Jugendlichen

Bürgermeister Guido Nisius und Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann. Foto: privat

Adenau. Das LEADER-Projekt „Jugend Aktiv im Adenauer Land“ befindet sich auf der Zielgeraden. Das Projekt der Verbandsgemeinde verfolgt die Zielsetzung, in einem gemeinsamen Ansatz mit den Jugendlichen selbst sowie den haupt- und ehrenamtlich Aktiven, die Jugendarbeit im Adenauer Land für die nächsten Jahre zukunftsfähig aufzustellen.

Während die Grundzüge des Handlungskonzeptes bereits erarbeitet werden, finden parallel auch noch Mitwirkungstermine statt, die erst wegen Corona und nun in einigen Orten auch wegen der Flut-Katastrophe verschoben werden mussten. Der Entwurf zum ausgearbeiteten Konzept soll wie angedacht in den Sitzungen von Jugend-Ausschuss, Verbandsgemeinderat und in der Dienstbesprechung der Ortsbürgermeister*innen vorgestellt werden.

Sehr wichtige Ergebnisse liefern die aktuell laufenden Gesprächsrunden und Ortsbegehungen mit Jugendlichen. Dazu der Bürgermeister Verbandsgemeinde Guido Nisius: „Wenn wir ein zukunftsfähiges Handlungskonzept für die Jugendarbeit aufstellen wollen, geht das nur mit den Jugendlichen gemeinsam. Die Jugendlichen sind die Experten, darum sind gerade die Gespräche vor Ort sehr wichtig. Dabei kommen natürlich Verbesserungsbedarfe zur Sprache, an denen wir in den nächsten Jahren arbeiten wollen und müssen – es zeigt sich aber auch, dass sehr viele Jugendliche die Stärken unserer ländlichen Region kennen und auch wertschätzen.“

Bis dato konnten Gesprächsrunden in Senscheid, Trierscheid, Dankerath, Müllenbach und Adenau durchgeführt werden. Weitere Termine sind schon festgelegt bzw. in Planung. Leider wird es aufgrund der großen Zahl an Gemeinden in unserer Verbandsgemeinde nicht möglich sein, in allen Ortsgemeinden Termine durchzuführen.

Gerade für die von der Flut-Katastrophe betroffenen Orte bleibt das Angebot aber in jedem Fall bestehen. Die Termine können auch im nächsten Jahr noch durchgeführt werden. Die Ergebnisse fließen dann zwar nicht mehr direkt in das Handlungskonzept zu „Jugend Aktiv“ ein, sind aber dennoch wichtig für die weitere Entwicklung der Jugendarbeit vor Ort.

Unterschiedliche Themen wurden besprochen

In den Terminen wurden sehr unterschiedliche Themen intensiv besprochen. In den kleineren Dörfern geht es v.a. um Fragen der Mobilität, aber auch um Bolzplätze und Jugendräume. In Adenau spielten u.a. die mögliche Einrichtung eines zentralen Jugendtreffs sowie die Probleme rund um die vielbefahrene Hauptstraße eine große Rolle. Die Bindung der Jugendlichen an ihren Ort ist sehr unterschiedlich ausgeprägt – bei vielen ist der Wunsch groß, hier auch als Erwachsener zu bleiben oder zurückzukehren. Bei Jugendlichen, die sich in der Region weniger wohlfühlen oder weniger aktiv eingebunden sind, nimmt diese Tendenz zur „Bleibe-Orientierung“ ab.

Lob an Ehrenamtler

Das Generationenbüro der Verbandsgemeinde möchte auf diesem Wege ein Lob aussprechen: An alle Jugendlichen, die sich so engagiert einbringen –an alle Ortsbürgermeister, die das Projekt so tatkräftig unterstützen – und an alle haupt- und ehrenamtlichen Partner der Jugendarbeit, die mit ihrem Fachwissen u.a. über den Arbeitskreis Zukunft am Projekt mitwirken.

Was sich heute bereits zeigt: Die Aufgaben des Generationenbüros der Verbandsgemeinde werden in Zukunft nicht weniger, sondern mehr. Neben der Planung und Durchführung der Ferienprogramme begleitet das Generationenbüro die Umsetzung zahlreicher gesellschaftlich relevanter Initiativen und hat zudem eine wichtige Netzwerk-Funktion für die zahlreichen Partner der Jugendarbeit.

Nun kommen aktuell die Aufarbeitung, der Folgen der Corona-Pandemie sowie der Flut-Katastrophe zu dem schon bestehenden Aufgaben-Spektrum hinzu. Konkret: Wir brauchen mehr und spezifische Angebote mit Blick auf die betroffenen Jugendlichen und deren besondere Situation. Die Kommunen vor Ort brauchen fachliche Unterstützung bei der Wiederherstellung von Bolzplätzen, Jugendräumen, Treffpunkten und der Wiederaufnahme der Aktivitäten vor Ort.

Bürgermeister Guido Nisius hierzu: „Wir können das Volumen noch nicht genau beziffern, aber es zeigt sich schon jetzt deutlich, dass wir unsere bisherigen Anstrengungen in der Jugendarbeit vergrößern müssen, um unsere erfolgreiche Arbeit zu sichern und um die jetzt anstehenden Zukunftsaufgaben bewältigen zu können. Der „Wiederaufbau“ kann sich nicht alleine auf die Infrastrukturen beziehen. Wir wollen den Kindern und Jugendlichen und deren Familien deutlich zeigen, dass man sich aktiv um sie und ihre Belange kümmert. Das ist gerade mit Blick auf die in der Jugend-Zeit stattfindenden Überlegungen zur Gestaltung der eigenen Zukunft von hoher Bedeutung: Welche Perspektive habe ich in der Region, kümmert man sich hier um Kinder und Jugendliche, welche Rolle spiele ich hier?“.

Klar ist: Aus eigener Kraft wäre in der Verbandsgemeinde unter normalen Umständen eine Aufstockung des Personals des Generationenbüros kaum zu stemmen. Darum richten sich die Bemühungen aktuell darauf, zusätzliches Personal auch mit Landes- oder Bundesmitteln zu finanzieren.

Bei Fragen oder Anregungen - gleich welcher Art - zum Projekt, kann gerne die Verbandsgemeinde angesprochen werden. Zur Verfügung stehen Jürgen Schwarzmann und Alexander Schlich vom Generationenbüro der Verbandsgemeinde Adenau mit Schwerpunkt Jugendarbeit.

Bürgermeister Guido Nisius und Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann. Foto: privat

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