Allgemeine Berichte | 17.06.2017, 10:09 Uhr

Elternkurs der Fachstelle Frühe Hilfen in Polch

„Gesund beginnt im Mund“

Diana Brod von der Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege informierte junge Flüchtlingsmütter

Mit Unterstützung von Dolmetscherin Doris Rauch referierte Diana Brod zum Thema „Gesunde Zähne von Anfang an“.  Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

Polch/Mayen. Seit Dezember 2016 treffen sich junge Flüchtlingsmütter, die entweder noch schwanger sind oder erst vor kurzem entbunden haben, alle zwei Wochen zu einem speziellen Elternkurs in der Außenstelle der Fachstelle Frühe Hilfen in Polch. Da die jungen Frauen überwiegend aus Syrien oder aus dem Libanon stammen, wird der Kurs von Doris Rauch, einer arabisch sprechenden Dolmetscherin der Fachstelle, begleitet.

Inhaltlich lehnen sich die Mitarbeiterinnen an die Inhalte des SAFE-Programms an, das schon häufig von der Fachstelle Frühe Hilfen für Eltern durchgeführt wurde. In diesem zusätzlichen Angebot jedoch werden noch weitere Themen angesprochen, die für die Integration und ein gelingendes Aufwachsen in Deutschland von Bedeutung sind. An diesem Vormittag ging es um die Zahngesundheit von Kindern.

Den Elternkurs besuchte Diana Brod, Referentin bei der Arbeitsgemeinschaft der Jugendzahnpflege des Kreises Mayen-Koblenz (AGZ), und informierte zum Thema „Gesunde Zähne von Anfang an“. Aufmerksam verfolgten die Frauen ihre mit vielen Bildern und Materialien dargestellten Ausführungen. So ist es zum Beispiel wichtig, für die Zähne auf gesunde Kleinkinderernährung zu achten. Interessant war für die Teilnehmerinnen die Zuteilung der Zuckermengen zu den einzelnen Nahrungsmitteln und Kindertees, die Diana Brod mithilfe von Zuckerwürfeln anschaulich vor Augen führte. „Dass Zucker in so vielen Lebensmitteln und Säften, die speziell für Kinder angeboten werden, so schädlich für die Zähne und die Kinderernährung ist, war mir nicht bewusst“, sagte eine junge syrische Frau, Mutter von zwei Kleinkindern. Da greift man am besten zu Wasser, Mineralwasser oder ungesüßtem Tee als Durstlöscher, lautete das Fazit der jungen Mütter. Dank der Dolmetscherin konnten die Frauen auch selbst Fragen stellen, sodass wichtige Themen zur Vorsorge und Prävention besprochen wurden. Viele Tipps gab es für die Mütter und für die Kinder altersgerechte Zahnbürstensets.

Abschließend wurden noch Informationsbroschüren in arabischer Sprache an die Frauen verteilt, in denen die Inhalte noch einmal nachgelesen werden können.

Die Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Mayen-Koblenz ist ein Kooperationsprojekt des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. und der evangelischen Kirchengemeinde auf dem Maifeld. Dank einer Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von Gabriele Teuner – Netzwerk Kinderschutz/Kindergesundheit bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz – in die Wege geleitet, konnte der unterstützende Elternkurs von der Fachstelle realisiert werden.

Weiter Infos und Termine: Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Mayen-Koblenz, www.fruehehilfen-myk.de.

Mit Unterstützung von Dolmetscherin Doris Rauch referierte Diana Brod zum Thema „Gesunde Zähne von Anfang an“. Foto: Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus
Messezeitung Rheinbacher Ausbildungsmesse
Messezeitung Rheinbacher Ausbildungsmesse
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Sonderseite Pellenzer Lehrstellen- ind Ausbildungsmesse
Empfohlene Artikel
Die Ahr in Kreuzberg im Sommer 2026. Foto: ROB
467

Kreis Ahrweiler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat schriftlich auf den gemeinsamen Brief der Landkreise Euskirchen, Vulkaneifel und Ahrweiler zur Finanzierung der Hochwasserrückhaltebecken aus Mitteln des Aufbauhilfefonds (siehe gemeinsame Pressemeldung vom 17. Juni 2026) geantwortet. In seinem Antwortschreiben werden verschiedene Gründe angeführt, aus denen die vom den Kreisen vorgeschlagene Verwendung der Mittel des Wiederaufbaufonds aus Sicht des Bundes nicht möglich sei.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Landrätin Cornelia Weigand. Foto: privat
1132

Verwunderung im Ahrtal über das Schreiben von Bundeskanzler Merz.

Rückhaltebecken-Finanzierung: Landrätin Weigand ist enttäuscht

Kreis Ahrweiler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat schriftlich auf den gemeinsamen Brief der Landkreise Euskirchen, Vulkaneifel und Ahrweiler in Bezug auf die Finanzierung der Hochwasserrückhaltebecken aus dem Aufbauhilfefonds (siehe gemeinsame Pressemeldung vom 17. Juni 2026) geantwortet. Darin werden unterschiedliche Gründe angesprochen, warum aus Sicht des Bundes die seitens der Kreise vorgeschlagene Verwendung der Mittel nicht möglich sei.

Weiterlesen

Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler.  Foto: ROB
847

Im Bereich der Ramersbacher Straße wird gebaut:

Ahrweiler: Vollsperrung bis Sommer 2027

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die städtische Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) beginnt in der Ramersbacher Straße in Ahrweiler bald eine umfassende Kanalbaumaßnahme. Dabei werden der Regen- und Schmutzwasserkanal sowie Hausanschlüsse erneuert bzw. saniert.

Weiterlesen

Die Flut hat 2021 in weiten Teilen des Ahrtals erhebliche Schäden verursacht.
2144

Hochwasserschutz falle in die Zuständigkeit der Länder

Neue Rückhaltebecken im Ahrtal dürfen nicht durch den Aufbaufond finanziert werden

Kreis Ahrweiler. Mithilfe des Aufbaufonds wollte die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Conelia Weigand (parteilos) den Bau neuer Rückhaltebecken im Ahrtal finanzieren. Dafür hatte sie sich gemeinsam mit zwei weiteren Landkreisen stark gemacht. Nun erhielt sie die Absage der Bundesregierung für ihr Vorhaben, wie SWR und Rhein-Zeitung berichten. Das Sondervermögen sei für den Wiederaufbau gedacht.

Weiterlesen