Einwohnerversammlung für Bad Neuenahr

„Gesunde Stadt – gesundes Leben“

Forum der Information und Diskussion

29.04.2017 - 13:35

Bad Neuenahr. Auf reges Interesse der Bevölkerung stieß jüngst die Einwohnerversammlung für den Stadtteil Bad Neuenahr im gut besuchten, historischen Sitzungssaal des Rathauses. Als Forum der Information und Diskussion hat die Einwohnerversammlung indes keine Beschlussrechte. Den Auftakt bildeten interessante Zahlen in Sachen Bevölkerungsstatistik. So lebten am Stichtag 31. Dezember 2016 exakt 28.424 Einwohner in der Kreisstadt, was einen Zugang von 448 Einwohnern gegenüber dem 31. Dezember 2015 bedeutet. Größte Stadtteile sind Bad Neuenahr mit 12.586 und Ahrweiler mit 7.500 Einwohnern. Die restlichen Bewohner verteilen sich auf Bachem (1.198), Ehlingen (271), Gimmigen (732), Green (97), Heimersheim (2.936), Heppingen (862), Kirchdaun (364), Lohrsdorf (610), Marienthal (49), Ramersbach (583) und Walporzheim (636). Das Standesamt beurkundete im vergangenen Jahr insgesamt 448 Geburten, 581 Sterbefälle, 132 Eheschließungen und drei Lebenspartnerschaften. Ein umfassendes Thema war natürlich die bevorstehende Landesgartenschau („LaGa“) 2022. Hier wurde zur Veranschaulichung ein virtueller Rundflug über die Schau gezeigt, der auch schon bei anderen Einwohnerversammlungen zum Einsatz kam und die zahlreichen Baumaßnahmen und Projekte, die im Zuge der „LaGa“ entstehen werden, intensiv und detailliert beleuchtete. In diesem Zusammenhang wies Bürgermeister Guido Orthen darauf hin, dass im Rahmen der „LaGa“ ganz bewusst auf die Leitidee „Gesunde Stadt – gesundes Leben“ gesetzt werde – mit verantwortungsvoller, Ressourcen schonender Stadtentwicklung. Die Übertragung einer Kernkompetenz der Stadt, der Gesundheitsförderung, auf den komplexen Organismus der Stadt, ist die Grundidee der Landesgartenschau-Stadtentwicklung.


Knapp 12 Millionen Euro für das „TWIN“


Als Dauerthema kann auch der Neubau des Hallenbades „TWIN“ gelten. Auch hier wurden die anwesenden Bürgerinnen und Bürger auf den neuesten Stand in Sachen Beschlusslage/Sachstand gebracht. Mit einer Kostenschätzung von insgesamt 11,63 Millionen Euro, wovon zwei Drittel von der Stadt getragen werden müssen (ohne die Kosten für die Neugestaltung des Freibadaußengeländes sowie gegebenenfalls einer in den Beratungen angeregten Verlagerung des Parkplatzes), ist das „TWIN“ eines der kommenden Großprojekte der Kreisstadt. Auch verschiedene Straßenbaumaßnahmen sind für Bad Neuenahr geplant, nämlich der Ausbau der Jülichstraße, der Wendelstraße, der Hans-Frick-Straße und der Kreuzstraße von der Hans-Frick-Straße bis zur Landgrafenstraße sowie Unterhaltungsarbeiten in der Lindenstraße. Alle Maßnahmen sollen abschnittsweise realisiert werden, beginnend mit Lindenstraße, Jülichstraße und Hans-Frick-Straße. Kürzlich erfolgte die Vergabe der Bauarbeiten, so dass am 22. Mai 2017 in der Lindenstraße begonnen werden kann. Es ist vorgesehen, die Arbeiten insgesamt bis Ende 2018 fertigzustellen. Für den zweiten Bauabschnitt (Wendelstraße, Kreuzstraße) sind die notwenigen Abstimmungen mit den beteiligten Versorgern für die zweite Jahreshälfte 2017 vorgesehen, die Bauausführung soll in den Jahren 2019 und 2020 durchgeführt werden. Nach den Hochwasserereignissen des vergangenen Jahres, steht der Hochwasserschutz nach wie vor auf der Agenda. Etliche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, die Arbeiten zur Wiederherrichtung der Gewässereinfassungen sind noch nicht in Gänze abgeschlossen. Eine Vergabe von vorgesehenen Planungsleistungen zur Aufstellung eines gesamtstädtischen Hochwasserschutzkonzeptes ist vor den Sommerferien vorgesehen.


Freies W-LAN in der Stadt


Wie bereits in den Medien berichtet, wird es in Bad Neuenahr-Ahrweiler künftig vier freie W-LAN-Zugänge im Stadtgebiet: In Ahrweiler, Marktplatz (Altes Rathaus), in Bad Neuenahr im Kurpark (Fläche um den zentralen Brunnen) am „Alter Markt“ sowie am „Platz an der Linde“. Weiter steigend ist der Bedarf im Bereich der Kitaplätze. Derzeit werden in den zwölf Kindertagesstätten der Stadt insgesamt 688 Kinder betreut. Um dem großen Bedarf Rechnung zu tragen, wurden bereits Erweiterungen von Kitas vorgenommen.

„Dies widerlegt eindrucksvoll die Mär, dass es in unserer Stadt keine Kinder geben würde“, so Bürgermeister Guido Orthen. Von herausragender Wichtigkeit sind die sieben Löschzüge, bzw. Löschgruppen der freiwilligen Feuerwehr mit insgesamt 182 aktiven Feuerwehrangehörigen – davon elf Frauen. 58 Brandeinsätze und 252 technische Hilfeleistungen mit einer Gesamteinsatzzeit von 843 Stunden standen leisteten die Blauröcke im vergangenen Jahr. Und auch beim erwähnten Hochwasser waren die Feuerwehrmänner- und Frauen pausenlos im Einsatz. Auch von der Kontrolle des fließenden Verkehrs wurde berichtet. Dabei nahm die Stadt im Jahr 2016 durch Bußgelder 87.550,50 Euro ein. Im Bereich der Versorgung werden die Sanierungsarbeiten an der Wasserversorgungsleitung vom Hochbehälter Wachtberg bis zum Hochbehälter Tritschkopf auch im Jahr 2017 weiter fortgeführt. Der Vorsorgechlorwert an den Ausgängen der Hochbehälter Tritschkopf und Silberberg in das städtische Versorgungsnetz konnte ab März auf 0,1 mg/l freies Chlor weiter verringert werden (auf den Stand vor dem bekannten Störfall). Anschließend bestand für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, an Bürgermeister und Beigeordnete Fragen zu stellen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde.

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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