Allgemeine Berichte | 13.07.2017

AID- Ernährungsführerschein an der Goethe-Schule

Gesunde und bewusste Ernährung

In der Lehrküche wurde fleissig geschnippelt. Foto: privat

Höhr-Grenzhausen. Die Erziehung zu gesunder und bewusster Ernährung ist schon immer ein Anliegen der Grundschulbildung, welches sich unter anderem in Projekten zu gesundem Frühstück und dem Schulobstprogramm widerspiegelt. Ein weiterer Baustein wurde in diesem Bereich Anfang des Jahres im Rahmen einer schulinternen Fortbildung an der Goethe-Schule hinzugefügt. Mehrere Kolleginnen aus dem Vormittags- und Nachmittagsbereich wurden unter Anleitung der Ökotrophologin, Frau Kerstin Awan, als Experten für den AID*) Ernährungsführerschein ausgebildet.

Der Ernährungsführerschein ist ein fertig ausgearbeitetes Unterrichtskonzept für die zweite bis dritte Klasse, bei dem der praktische Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten im Mittelpunkt steht. In sechs bis sieben Doppelstunden bereiten die Schülerinnen und Schüler leckere Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine, kalte Gerichte zu. Dabei lernen sie mit echten Lebensmitteln umzugehen, wie die Profiköche zu schneiden, zu rühren, zu reiben oder auch abzuschmecken. Wenn die Kinder am Ende eine schriftliche und die praktische Prüfung bestanden haben, wird ihnen das „Führerschein-Dokument“ verliehen.

Wissenswertes über Nahrungsmittel

Schon bald nach der Fortbildung begann der erste Prüfungsdurchgang in der Lehrküche der Goethe-Schule. Unter der Leitung von Frau Bektasch, Frau Welters und Frau Löhr haben die Schüler und Schülerinnen fleißig Brotgesichter belegt, Kartoffeln, Gemüse und Obst geschnippelt und verarbeitet und Kräuterquark hergestellt und viel Wissenswertes über Nahrungsmittel und gesunde Ernährung gelernt. So wurde z.B. erstaunt festgestellt, dass die Milchschnitte und der Fruchtzwerg zu den Süßigkeiten gehören und auf keinen Fall ein gesundes Nahrungsmittel darstellen.

Am Tag der praktischen Prüfung konnten die Kinder ihre Freunde aus der Ganztagsschule einladen, um gemeinsam die vorbereiteten Speisen zu probieren.

An einem schönen gedeckten Tisch und einem großen Büffet wurde in lockerer Atmosphäre gegessen und getrunken. Die leeren Schüsseln waren der Beweis, dass es allen gut geschmeckt hat und als Belohnung konnte allen der Ernährungsführerschein ausgehändigt werden.

Der AID-Kurs rundet das erweiterte Bildungsangebot der Ganztagesschule in Bezug auf gesunde Ernährung ab und wird sicher in den regulären Angebotskanon aufgenommen. Im Generationengarten, in Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim Bethestda, werden Kartoffeln, Kräuter, Erdbeeren und weitere heimische Obst- und Gemüsesorten selbst angebaut. So schließt sich mit dem AID- Ernährungsführerschein der Kreislauf von Anbau, Verarbeitung und Verzehr von Lebensmittel. Auch die „Ernährungs-Fahrlehrerinnen“ freuen sich schon auf die Kurse im nächsten Schuljahr.

In der Lehrküche wurde fleissig geschnippelt. Foto: privat

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