Bäume in bestimmtem Bereich des Plaidter Wiesentals sind befallen
Gesundheitsgefahr durch Eichenprozessionsspinner
Plaidt. In einem bestimmten Bereich des Wiesentals, oberhalb der Haagsmühle an der Gabelung des Weges zur Burg Wernerseck und zur „Obernauser Brücke“, sind einige Bäume von dem Eichenprozessionsspinner befallen.
Die Härchen der Raupen des Eichenprozessionsspinners stellen eine ernsthafte Gesundheitsgefahr für den Menschen dar. Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln die Raupen feine Brennhaare, die leicht brechen und bei günstigen Witterungsbedingungen über weite Strecken durch die Luft getragen werden können. Da die alten Larvenhäute nach der Häutung in den „Nestern“ verbleiben, sind diese ebenfalls mit einer hohen Konzentration an Brennhaaren versehen.
Während der Fresszeit der Raupen ist die Gefahr am größten. Alte Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners, ob sie noch an den Bäumen haften oder bereits auf dem Boden liegen, stellen eine dauerhafte Gefahrenquelle dar. Die Härchen der Raupen sind sehr langlebig und können sich über mehrere Jahre hinweg in der Umgebung anreichern, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs. Sie haften auch an Kleidung und Schuhen und können bei Berührung immer wieder allergische Reaktionen auslösen.
Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen sind mit Widerhaken versehen, hohl und enthalten das lösliche Eiweiß Thaumetopoein als Brennsubstanz. Ihre Reizwirkung auf Haut und Schleimhäuten ist sowohl mechanisch, da sie in die Haut eindringen, als auch biochemisch durch das freigesetzte Gift. Besonders anfällig sind dünne Hautpartien im Gesicht, am Hals und an der Innenseite der Ellenbogen.
Es wird dringend empfohlen, bei Auftreten von allergischen Symptomen einen Arzt oder Dermatologen aufzusuchen.BA
