Allgemeine Berichte | 16.02.2021

BUND Kreisgruppe Ahrweiler begrüßt Bundes-Insektenschutzgesetz

Gewässerrandstreifen als Chance

Neu: Streuobstwiesen als geschütztes Biotop

Artenvielfalt bei Pflanzen auf der Streuobstwiese in Leimbach-Adorferhof im Mai2020. Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Endlich: Das so genannte „Insektenschutzpaket“ des Bundes liegt vor. Der Ausstieg aus dem umweltschädlichen Unkrautvernichter Glyphosat bis 2024 geregelt und der eingeschränkte Einsatz von Herbiziden und Insektiziden in neuen Schutzgebieten und in der Nähe von Gewässern.

Albert Dietz aus Niederdürenbach begrüßt als Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler den Gesetzesvorschlag als ersten Schritt in die richtige Richtung: „Für eine erfolgreiche Umsetzung muss nun jedoch noch einiges mehr getan werden, um das Insektensterben und den Rückgang Artenvielfalt deutlich zu bremsen.“ So ist der geplante Glyphosat-Ausstieg bis 2024 längst überfällig, um die Nahrungsgrundlage von Insekten zu erhalten und somit den Schutz für Insekten zu erhöhen. Positiv ist auch, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Herbiziden in Schutzgebieten zumindest eingeschränkt werden soll. Neben den notwendigen Regelungen sind hier auch freiwillige Maßnahmen angesetzt, bei denen die Landwirtschaft die Ernsthaftigkeit ihrer Bemühungen unter Beweis stellen kann. Die Verordnung bietet dabei erste Ansatzpunkte für Förderprogramme und einen gegebenenfalls erforderlichen Ausgleich für Landwirte bei möglichen Ertragseinbußen.

Neu: Das Insektenschutzgesetz nimmt artenreiche Grünlandflächen und Streuobstwiesen in die Liste der geschützten Biotope auf. „Insgesamt haben wir beim Insektenschutz allerdings noch einen weiten Weg vor uns“, weiß Dietz um die Probleme. Auch über das Paket hinaus gilt es nun, den Einsatz von Pestiziden nicht nur innerhalb von Schutzgebieten, sondern in der gesamten Landschaft und in Gärten einzuschränken. Dazu sind verbindliche Programme zur Reduzierung der Pestizide und zur Förderung der biologischen Vielfalt von großer Bedeutung.

Die eigentliche Arbeit beginnt dann in den Bundesländern. Von der dortigen Umsetzung wird der Erfolg des Insektenschutzpakets maßgeblich abhängen. „Es muss ein gemeinsames Ziel der Ministerien für Umwelt und Forsten sowie für Landwirtschaft und Weinbau sein, die Lebensgrundlagen für Mensch und Tier zu erhalten. Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz bietet sich die Chance, die Ministerien entsprechend zu besetzen“, zeigt sich der weitere BUND-Kreisvorstand mit Stefani Jürries aus Remagen und Winfried Sander aus Leimbach voller Hoffnung.

Pressemitteilung

BUND Kreisgruppe Ahrweiler

„Widderchen“. Foto: Michael Papenberg

„Widderchen“. Foto: Michael Papenberg Foto: michael papenberg natursehen.de

Artenvielfalt bei Pflanzen auf der Streuobstwiese in Leimbach-Adorferhof im Mai2020. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image Anzeige
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Feuerwehrfest Plaidt
Stellenanzeige
Kleinanzeige Containerdienst
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Titel 24H Notdienst
Empfohlene Artikel
Symbolbild. Foto: Adobe Stock
190

Euskirchen. Am Sonntag (5. Juli) gegen 12 Uhr wurde ein 44-jähriger Mann aus Euskirchen auf einem Feldweg in der Nähe der Straße „Ratsheimer Hof“ in Euskirchen-Kuchenheim durch einen Zeugen schwer verletzt und bewusstlos neben seinem E-Scooter liegend aufgefunden. Der Zeuge setzte umgehend einen Notruf ab. Kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte erlangte der Mann wieder das Bewusstsein und gab an, keine Hilfe zu benötigen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ob ein Wolf beteiligt war, kann derzeit weder ausgeschlossen, noch bestätigt werden. Foto: pixabay.com
400

Es wurden DNA-Abstriche genommen

06.07.: Vier tote Schafe im Westerwald gefunden

Am Donnerstag, dem 02.07.2026 wurde aus der Verbandsgemeinde Rennerod (Westerwaldkreis) ein Schadensfall mit vier toten, einem notgetöteten und einer/einem verletzten Schaf bzw. Ziege mit Verdacht auf Beteiligung eines großen Beutegreifers gemeldet. Eine Begutachtung vor Ort wurde noch am selben Tag durchgeführt. Es wurden DNA-Abstriche genommen, die an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt werden.

Weiterlesen