Allgemeine Berichte | 23.05.2018

Tolle Veranstaltung an der GGS Meckenheim-Merl

Gewaltfrei Lernen

„Kluge Kinder lassen alles an ihrer dicken Elefantenhaut abprallen“

Die Kinder übten verschiedenste Szenarien.Privat

Meckenheim-Merl. Wie reagiert man richtig auf Beleidigungen und Provokationen? Was ist der Unterschied zwischen Petzen und Hilfe holen? Mit solchen und anderen Fragen haben sich alle Klassen der GGS Merl in den letzen Wochen gemeinsam mit Sybille Wanders und Daniel Lindner vom Projekt „Gewaltfrei Lernen“ aktiv auseinandergesetzt. Sich bei Beleidigungen aktiv zu wehren oder sogar zurück zu ärgern, kann alles noch schlimmer machen. Was also tun gegen Beleidigungen und Provokationen? „Kluge Kinder lassen alles an ihrer dicken Elefantenhaut abprallen“, erklärt Daniel Lindner den Kindern der Meckenheimer Grundschule. Während Handpuppe Draco die Kinder beleidigt, stolzieren diese also selbstbewusst und mit einem lässigen Schulterzucken an ihm vorbei. Des Weiteren stand auf dem Stundenplan, kleinere Handgreiflichkeiten mithilfe der Stopp-Hand erfolgreich abzuwehren. Die Kinder lernen so spielerisch, kleine Konflikte selbst im Keim ersticken zu lassen. Bei wiederholten Beleidigungen und Beschimpfungen, sowie kleineren wiederholten Rempeleien, dürfen sich die Kinder nach der Stopp-Regel in drei Schritten bei einem Erwachsenen Hilfe holen. Ernsthaftere Vergehen sollen natürlich mit direkter Unterstützung von Erwachsenen geklärt werden.

Fehler machen ist menschlich. So wurden auch gezielt Spiele ausprobiert, die dazu führten, dass aus Versehen andere Kinder angerempelt wurden. Die Kinder übten daraufhin, sich angemessen zu entschuldigen und Ideen für eine Wiedergutmachung zu sammeln.

Einer der Kerngedanken des Projekts „Gewaltfrei Lernen“, das Dank der finanziellen Unterstützung der Raiffeisenbank Voreifel und des Fördervereins der Schule verwirklicht werden konnte, ist es, nicht nur auf Ärger angemessen zu reagieren, sondern auch, selbstverständlich nett zu allen zu sein. Wenn jemand mitspielen will, soll immer „Ja!“ gesagt werden und auch im Unterricht arbeitet prinzipiell jeder mit jedem. Dieser Leitgedanke des Projekts soll den Kindern verdeutlichen, dass durch ein aufgeschlossenes und freundliches Verhalten viele neue Freunde gewonnen werden können.

Wird beobachtet, dass jemand ausgegrenzt wird, können Kinder sogar zum „Superman“ oder „Supergirl“ werden – natürlich ohne dabei Gewalt einzusetzen! Wie das geht? Ganz einfach, dem ausgegrenzten Kind ein Kompliment machen und es mit einem Spielangebot elegant aus der unangenehmen Situation befreien.

Die Schülerinnen und Schüler der GGS-Merl haben in den aufregenden Projekttagen also viel darüber gelernt, wie sie mit Provokationen und Beschimpfungen besser umgehen können. Das Motto: „Nur gemeinsam sind wir stark!“ hat sich bei den Kindern bereits verfestigt. „Gewaltfrei Lernen“ – ein Projekt, das man in Merl sicherlich gerne wiederholen möchte.

Nicht auf Beleidigungen reagieren.

Nicht auf Beleidigungen reagieren.

Die Kinder übten verschiedenste Szenarien.Fotos: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Dachdecker (m/w/d)
10 Jahre NoWi Bau
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre Nowi
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
67

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Kaikoro – Adobe Stock
436

Boppard/Emmelshausen. Auf der A61 zwischen Emmelshausen und Boppard befinden sich zwei Hunde auf der Fahrbahn. Dies meldet der ADAC. Verkehrsteilnehmende in beiden Fahrtrichtungen sollten also vorsichtig fahren. BA

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
10 Jahre NoWi Bau
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige "Rund ums Haus"
Anzeige Show Alive
Grünpflegedienst
Zukunft trifft Tradition KW 18
Stellenanzeige
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige KW 18
Imageanzeige Löhr Meckenheim
Stellenanzeige Servicekräfte