Präventionsveranstaltungen der Polizei an der Anne-Frank-Realschule
Gewaltprävention, Drogen und Süchte waren Thema
Referenten der Polizei Koblenz fesselten Acht- und Neuntklässler mit ihren Workshops
Montabaur. Viele Schüler haben es schon einmal erlebt: eine Mitschülerin wird im Chat beleidigt, ein Freund wird von anderen bedroht oder gar geschlagen. Wie kann ich mich gegen Mobbing wehren? Was kann ich tun, wenn ich solche Szenen beobachte? Wie werde ich selbst nicht zum Mittäter? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Workshops „Gewaltprävention“ in den Klassen 8 und 9 der Anne-Frank-Realschule.
Die Referenten der Präventionsstelle der Polizei Koblenz, Herr Heck und Frau Ehlert-Hamdan, klärten zunächst in jeder Klasse die grundlegenden Begrifflichkeiten wie Strafmündigkeit, Jugendstrafrecht und Gesetze zum Schutz der Jugend, ehe sie auf die Erfahrungen der Schüler hinsichtlich Mobbings und Gewalt in der Schule und im Internet eingingen. Mit Berichten aus ihrer Polizeiarbeit, einem Film zum Thema sowie vielen Diskussionsmöglichkeiten und Übungen wurden die Seminare zu äußerst interessanten und aufschlussreichen Veranstaltungen. Die Jugendlichen lernten nicht nur Wege kennen, wie sie sich selbst gegen Gewalt und Mobbing wehren können. Durch die rollenspielartige Darstellung verschiedener Szenarien erfuhren und erprobten sie auch, wie sie einschreiten können und wie sie nicht unbeabsichtigt selbst zu (Mit-) Tätern werden.
Zum Workshop Suchtprävention besuchte Herr Eichmann, ebenfalls vom Polizeipräsidium Koblenz, die 8. Klassen der Anne-Frank-Realschule. Auch seine Schulung zum Thema Drogen und Alkohol stieß bei den Schülern auf großes Interesse. Die Schüler besprachen zunächst allgemein, was man unter dem Begriff „Droge“ versteht und unterschieden zwischen legalen und illegalen Drogen. Anschließend wurden neben den Gefahren des Konsums auch rechtliche Grundlagen, wie z.B. Altersbeschränkungen bei legalen Drogen, aber auch die Strafbarkeit bei Konsum, Besitz und Handel illegaler Drogen thematisiert. Die Schüler hatten jederzeit Gelegenheit, Fragen zu stellen, wovon sie auch rege Gebrauch machten. Nicht zuletzt war die Veranstaltung auch deshalb so interessant, da Herr Eichmann auf jahrelange Erfahrung in der Polizeiarbeit im Bereich Drogenkriminalität zurückblicken konnte und den Kindern den Vortrag mit vielen Beispielen aus der Praxis veranschaulichte.
Beide Workshops haben bleibenden Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern der Anne-Frank-Realschule hinterlassen und führen sicherlich dazu, dass die Jugendlichen in Zukunft differenzierter und bewusster handeln können.
