„Open-air“ - Singtreff des Männergesangsereins kurzfristig im Gewölbekeller
Gewitter macht Mendelssöhnen einen Strich durch die Planung
Montabaur. Regen bringt Segen. Keine Frage. Und doch hätte der Männergesangverein Mendelssohn Bartholdy Montabaur bei seiner „open-air“- Mitsing-Chorprobe am letzten Mai-Dienstagabend gerne auf diesen nassen „Segen“ verzichtet. Eingeladen hatten ‚die Mendelssöhne‘ nämlich zunächst an die ‚Bühne im Gebück‘, kurz ‚B-I-G‘ genannt, die 2018 im Auftrag des Bürgerverein Montabaur e. V. im Parkgelände hinter der katholischen Kirche „St. Peter in Ketten“ errichtet worden ist. Die instabile Wetterlage und ein kurzer, aber heftiger Gewitterschauer am Nachmittag machten den Planern jedoch einen Strich durch die Rechnung. „Die Verantwortung für unsere Gäste und Erfahrungen aus dem letzten Jahr gaben dann den Ausschlag dafür, die Veranstaltung zu verlegen“, resümiert Christoph Kuhl, 2. Vorsitzender des MGV. „Sehr dankbar sind wir Herrn Becker-Flügel, dass er uns spontan den historischen Gewölbekeller unterhalb der alten Stadtmauer zur Verfügung gestellt hat“, ergänzt Michael Kien, seit 2017 1. Vorsitzender der Schusterstadt-Sänger. „Eingefädelt hat dies unser Sänger Kurt Decker, der gemeinsam mit seiner Frau Monika unserem Chor immer wieder im Hintergrund sehr behilflich ist, was einfach auch mal Erwähnung finden darf!“ Und so genossen fünfzig Sangesfreunde beiderlei Geschlechts die 2019er-„open-air-Premiere“ der Mendelssöhne trockenen Hauptes innerhalb der historischen Mauern des in seinen Anfangszeiten zur Lagerung von Braufässern genutzten Kellergewölbes.
Bei Liedern von Udo Jürgens, Drafi Deutscher, Marius Müller-Westernhagen und Ulrik Remy war unter der Leitung des bestens aufgelegten Mario Siry, Großholbach, schnell für gute Laune gesorgt. Der langjährige Dirigent der Mendelssöhne überraschte „seine“ Männer und die Anwesenden zunächst mit einer beschwingt und sportlichen Auflockerungs-Einheit, die für manchen Lacher sorgte. Seine ausgesprochen lockere, zugleich sehr niveauvolle Art, die anschließenden Lieder nicht nur einfach „im Rudel singen“ zu lassen, sondern auch auf einen guten Chor-Klang zu achten, stieß schnell auf breite Zustimmung bei den Gästen. Stimmungshöhepunkt war unbestritten Ulrik Remys Hoch auf seine Heimat, das nach Müller-Westernhagens Freiheitssong durch die unterirdischen Gewölbe schallte - „Ich bin aus dem Westerwald!“ Als dann noch von Kien, der als „Werbepausen-Moderator“ die Zeit zwischen den Liedern zu lockerer Information & Ankündigung nutzte, „Kümmel & Eierkäs“ als lukullischer Höhepunkt des Abends angekündigt wurden, gab es tosenden Applaus, für das Spender-Ehepaar Ackermann und ebenso für den Chor und seine „etwas andere Chorprobe“. „Ein wirklich gelungener Abend!“ „Kompliment an die Mendelssöhne!“ „Das hat richtig viel Spaß gemacht!“, zollten die Gäste den Organisatoren am Ende reichlich Lob und Anerkennung.
Die nächste Gelegenheit, mit den Mendelssöhnen „open-air“ zu singen, bietet sich am letzten Dienstag im August. Dann jedoch auf dem großen Markt, direkt vorm Eingang des alten Rathauses. Mit im Gepäck von Mario Siry und Männern des MGV werden an diesem Abend nebst bekannten Liedern, die zum Mitsingen und -klatschen einladen, auch die letzten Neuigkeiten rund um das 2019er Chorprojekt der Mendelssöhne sein. „Let‘s meet the Beatles“ startet am 3. September und mündet in ein Konzert im Frühjahr 2020, dem Jahr, in dem die Beatles ihr 60. Bühnen- und die Schusterstädter ihr 165. Vereinsjubiläum feiern werden. Infos und Anmeldung dazu ab sofort auf der Homepage des MGV unter ‚mendelssoehne-montabaur.de‘. Falls der Himmel an diesem Tag wieder ungebetener Weise seinen „nassen Segen“ ausschütten sollte, bietet die im Rathaus-Erdgeschoss befindliche „Bürgerhalle“ ideale und spontane „Umzugs“-Möglichkeiten…
Pressemitteilung des Männergesangvereins „Mendelssohn
Bartholdy 1855 eV Montabaur
