Der neue Gladbach Kalender ist ab sofort zu haben
Gladbach aus allen Blickwinkeln im Wandel der Zeit
Neuwied-Gladbach. Gladbach im Wandel der Zeit. Der Bildkalender 2018 legt einmal mehr Zeugnis über die Wandlung des Neuwieder Stadtteils ab. Einst gab es hier über zwanzig Landwirtschaften. Das Juni Kalenderblatt zeigt, wie ab den 1930er Jahren die Kartoffel- und Rübenernte eingefahren wurde. Ohne technische Gerätschaften, nur mit einem Pferd und Pferderechen versteht sich. „Die Ernte hatte im Dorf immer Priorität“, erinnert sich Georg Kern. Der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) erinnert sich noch genau daran, wie es nach der Schule aufs Feld ging. Die 80 Pfennig waren recht viel Geld. Noch mehr freuten sich die Kinder und Jugendlichen allerdings über die vom Bauern Pelzer spendierten Leberwurstbrote und den Muckefuck. „Nach dem Krieg gab es das daheim noch nicht“, so Georg Kern. In den Monaten August und September stehen sich die Kirmesjahrgänge aus 1961 und 2017 gegenüber. Damals waren es rund vierzig junge Erwachsene, heute nur noch ein gutes Dutzend. Da man nicht mobil war und auch sonst nicht so viel geboten war, hatte die Kirmes noch einen ganz anderen Stellenwert. Und natürlich liegt es auch an der demografischen Entwicklung. Gefeiert wurde die Kirmes damals wie heute in den Gastwirtschaften. Der Kirmesplatz ist auch der gleiche. Nur, dass der Platz damals ziemlich frei stand, während er heute vom Feuerwehrhaus und der Turnhalle eingerahmt ist. Der Juli zeigt eine Straßenansicht, die sich durch Abriss und Neubau stark verändert hat. Neben der Kirmes greift der Kalender 2018 zwei Vereinsjubiläen dieses Jahres auf: Das 111-jährige Jubiläum des Obst- und Gartenbauvereins sowie 70 Jahre Pfadfinder. Einblicke in die gute Stube im Stil der Zeit aus dem Jahr 1933 gewährt der März. Auf die Suche nach alten Bekannten oder Nachbarn verleitet das Novemberblatt. Abgelichtet ist ein Schuljahrgang aus den 1960er Jahren. Der HVV Gladbach ist froh, dass Peter Buchholz wieder einmal die Initiative für den Kalender ergriffen hat. Seit über 15 Jahren macht er das. Gern war der HVV ihm bei der Beschaffung der historischen Fotos behilflich. Peter Buchholz und Familie haben sich um die aktuellen Fotos gekümmert, die richtig stimmungsvoll geworden sind. Etwa die mächtige mit Raureif überzuckerte alte Linde inmitten des Kreisels. Oder das weihnachtlich geschmückte Feuerwehrhaus. Erhältlich ist der Kalender 2018 bei der Bäckerei Hodes, im Scheunenlädchen und natürlich bei Georg Kern vom HVV.
FF
