Allgemeine Berichte | 22.03.2016

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Glas oder Rahmen beim Fenstertausch?

Montageschaum reicht beim Einbau neuer Fenster nicht aus - der Rahmen muss luftdicht in der Leibung verklebt werden.VZ RLP

Kreis Cochem-Zell. Fenster sind Schwachstellen der thermischen Gebäudehülle, allerdings ist ihr Austausch mit erheblichen Kosten verbunden. Da eine solche Investition in der Regel nur alle 25 bis 30 Jahre gemacht wird, sollten Fenster des neuesten technischen Stands verbaut werden. Ein niedriger Wärmeverlustwert ist auch entscheidend für die Wohnbehaglichkeit. Den besten Wärmeschutz bietet dabei derzeit die Dreischeibenwärmeschutzverglasung.

Gegenüber herkömmlicher Isolierverglasung verschafft sie einen etwa 70 Prozent besseren Wärmeschutz. Entscheidend für die Energieeinsparung ist auch die Wärmedurchlässigkeit des Rahmens und des Randverbunds der Glasscheiben, denn der Rahmen hat meist schlechtere Dämmwerte als die Verglasung. Bei der Wahl der Fenster entscheidet daher der berechnete Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters, Uw (w steht für englisch: „window“).

Fenster müssen dicht schließen und luftdicht eingebaut werden, sonst „zieht“ es trotz Wärmeschutzverglasung durch Dichtungen und Fugen. Das Einbringen von Montageschaum in die Fugen zwischen Rahmen und Mauerwerk reicht nicht aus - der Rahmen muss luftdicht mittels Klebe- und Dichtbändern in der Leibung verklebt sein. Reicht das Geld für neue Fenster nicht, sind auch Verbesserungen bei vorhandenen Fenstern wie der nachträgliche Einbau einer Dichtung oder bei gut erhaltener und energetisch akzeptabler Rahmensubstanz der Austausch der Verglasung machbar.

Allerdings sollte dann überprüft werden, ob der Rahmen ausreichend luftdicht eingebaut ist. Eine individuelle Beratung zur Auswahl der Fenster und Fördermöglichkeiten erhalten Ratsuchende im persönlichen Gespräch mit Energieberatern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nach telefonischer Voranmeldung.

Der Energieberater Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Andre hat jeden ersten, zweiten und dritten Dienstag im Monat von 9 bis 12.45 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr Sprechstunde in Cochem in der Kreisverwaltung am Endertplatz 2. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter Tel. (0 26 71) 6 10 oder 6 12 28.

Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin: Energietelefon Rheinland-Pfalz unter (08 00) 6 07 56 00 (kostenfrei), montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.

Pressemitteilung der

Verbraucherzentrale

Rheinland-Pfalz

Montageschaum reicht beim Einbau neuer Fenster nicht aus - der Rahmen muss luftdicht in der Leibung verklebt werden.Foto: VZ RLP

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