Krippen- und Wiegenlieder begeistern Publikum in Namedy
Glockenklarer Gesang erfüllt St. Bartholomäus
Andernach. Unter dem Leitgedanken „Kirche neu beleben und erleben“ verfolgt das Gemeindeteam der Pfarrei St. Bartholomäus in Namedy das Ziel, den aufwendig renovierten und besonders ansprechenden Kirchenraum mit Leben und Kultur zu füllen. Mit Beginn des neuen Jahres und noch in der Weihnachtszeit gastierte das Frauen-Vokalensemble „CANTUNA“ – ein Wortspiel aus Cantare und Fortuna – in St. Bartholomäus und erfüllte die bis auf den letzten Platz besetzte Kirche mit glockenklarem Gesang.
Die sieben Sängerinnen präsentierten ein sehr abwechslungsreiches Programm mit Krippen- und Wiegenliedern aus mehreren Jahrhunderten. Durch den Abend führte Ute Jeromin, die mit Humor und kurzen Erläuterungen zu musikalischen Details durch das Programm begleitete. Lieder wie „Ich steh´an deiner Krippen hier“ und „O Jesulein zart“ stimmten auf das Thema ein. Mit beschwingten und zugleich lyrisch fließenden Gesängen aus verschiedenen Ländern, darunter Frankreich und Österreich, zeigte das Ensemble weitere musikalische Facetten.
Im englischsprachigen Teil erklangen bekannte Arrangements von John Rutter, die gleichermaßen anrührend und fröhlich wirkten. Das Lied „The seal lullaby“ des zeitgenössischen Komponisten Eric Whitacre ließ mit seinen nahezu sphärischen Klängen aufhorchen. Bevor das andächtig lauschende Publikum zum Mitsingen von zwei Weihnachtsliedern eingeladen wurde, erklang das derzeit sehr populäre Stück „Carol of the bells“.
Bereichert wurde das Programm durch die junge Pianistin Emma Abels, die den größten Teil der Lieder einfühlsam begleitete und darüber hinaus zwei solistische Beiträge darbot. Zu hören waren eine „Chaconne“ von Yiruma sowie ein Musikstück aus dem bekannten Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Zwei von Antje Seibeld vorgetragene Texte zum neuen Jahr von Siegfried Goes und Eduard Mörike setzten kurze Akzente zum Innehalten.
Mit Humperdincks „Abendsegen“ fand das Programm seinen Abschluss. Die Darbietung begeisterte, bewegte und rührte die zahlreichen Besucher, was beim anschließenden Empfang in der Kirche mit Sekt und Knabbereien vielfältig und herzlich zum Ausdruck kam. Die Sängerinnen von „CANTUNA“ freuen sich bereits auf weitere Gelegenheiten, in diesem besonderen Ambiente zu musizieren.BA
