kfd Ohlenberg - Gottesdienst „von Frauen für Frauen“
Glücksmomente
„Gott nahe zu sein ist mein Glück“
Ohlenberg. Glück – ein in vielen Floskeln erstarrter Begriff, und dennoch ein Phänomen, dem auf die Spur zu kommen sich für jedes Menschenleben lohnt. Eine spirituelle Auseinandersetzung mit dem Thema Glück war das Ziel eines Wortgottesdienstes, von dem sich gut 20 Frauen haben ansprechen lassen und zu dem sie sich – auf Einladung der kfd – an einem warmen Sommerabend auf der Terrasse des Pfarrhauses einfanden. Im Zentrum dieses Gottesdienstes „von Frauen für Frauen“ stand der auf den ersten Blick verstörende Psalm 73. In diesem Psalm quält sich ein Mensch voller Zweifel und Verzweiflung mit der Frage, warum gottlose und egoistische Menschen mehr Glück haben als er. Er sinnt lange nach, er beginnt langsam zu begreifen und findet schließlich heraus aus seiner Lebenskrise: „Gott nahe zu sein ist mein Glück“, mit diesen Worten schließt sein Gebet, und damit hat er allmählich seine innere Ruhe und sein wahres Lebensglück gefunden.
Das Thema des Gottesdienstes „Gott nahe zu sein ist mein Glück“ war verbunden mit der Einladung an die Frauen, sich auf die Suche nach den Spuren Gottes im eigenen Leben zu machen. „Wie spüren wir die Nähe Gottes in unserem Leben, welche Glücksmomente lassen uns Gottes Gegenwart in unserem Leben erahnen?“ - Eine Vase mit frischen grünen Zweigen stand bereit. Jede Teilnehmerin hatte Gelegenheit, auf einer bunten Blüte aus Papier eigene Glücksmomente festzuhalten. Meditative Musik begleitete die Spurensuche der Frauen. Und dann erblühten die grünen Zweige: Sie wurden mit den in Worte gefassten glücklichen, bewegenden Lebensmomenten geschmückt. Die Frauen konnten ihre eigenen Glückserfahrungen vorlesen und die anderen Frauen daran teilhaben lassen, oder aber ihre Blüten still an die Zweige hängen, in dankbarem Zwiegespräch mit Gott. Das freundliche Licht der schräg einfallenden Sonnenstrahlen beleuchtete noch immer die Szenerie dieses „glückhaften“ Sommerabends, als der Gottesdienst mit dem befreienden Lied: „Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt …“ endete.
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