VG Unkel ehrte und beförderte bei der Freiwilligen Feuerwehr in Erpel und Rheinbreitbach
Goldene Ehrenzeichen ohne tropfenden Bierhahn
Rund 200 Einsätze seit der letzten Ehrung
Erpel/Rheinbreitbach. „Woooooow“ ging ein anerkennendes Raunen durch die Feuerwehr-Leute, als Michael Dümpelfeld in Erpel zum Oberlöschmeister befördert wurde. „Oberlöschmeister zu werden ist relativ selten“, wurde dies von Wehrführer des Löschzugs Erpel, Volker Efferoth, später erklärt.
Nach einleitenden Worten Efferoths begrüßte Bürgermeister Karsten Fehr - nach über einem Jahr Corona-bedingt ohne Beförderungen und Ehrungen - zahlreiche Feuerwehrkameraden sowie die Ortsbürgermeister und Landrat Achim Hallerbach zunächst in Erpel und darauf in Rheinbreitbach bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Jeder Löschzug hat normalerweise sein eigenes Feuerwehrfest, das, wie so viele Veranstaltungen, Corona zum Opfer fiel.
Doch auch wenn das öffentliche Leben auch in der Verbandsgemeinde Unkel nahezu still gestanden habe, wie Fehr berichtete, „konnten die Rettungs- und Hilfeleistungen genauso wenig digital ausgetragen werden, wie ein Feuer nicht aus der Ferne gelöscht werden kann. Und das muss man auch üben.“ Für die speziell Corona-angepasste Einsatzbereitschaft dankte Fehr besonders. Insgesamt hatte die Freiwillige Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Unkel 132 Einsätze im Jahr 2020 und 68 im Jahr 2021 (Stand: 24. Juni).
Und so konnten nun zumindest die Ehrungen durchgeführt werden, wenn auch nicht wie sonst mit Familien, Fest und Öffentlichkeit.
Dies begann zunächst in Erpel mit zwei Verpflichtungen, in Rheinbreitbach waren es sogar fünf. Landrat Hallerbach freute sich in seiner Rede über den guten Nachwuchs, den man nicht allerorts verschreiben könne. Die Anwärter mussten gemeinsam ihre Verpflichtung vortragen, was gebührend applaudiert wurde.
Nach zahlreichen Beförderungen (wie zum Beispiel in Erpel die Anwärter Christian Heck, Julian Muß und Nils Brandenburg zum Feuerwehrmann, Michael Dümpelfeld zum Oberlöschmeister, Michael Sieberz und Felix Weber zum Brandmeister oder Philipp Krüger zum Oberbrandmeister) kam es zu den Ehrungen:
Das Bronzene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 15-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr konnten 10 Kameraden in Erpel und Rheinbreitbach empfangen (weitere Nicht-Anwesende kommen dazu).
Drei Kameraden erhielten das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen (25 Jahre) von Bürgermeister Fehr.
Dieser nahm auch die Verabschiedungen dreier Kameraden vor, bevor er das Wort am Hallerbach gab.
Landrat Achim Hallerbach freute sich, der spontanen Einladung folgen zu können und lobte das Miteinander und den guten Zusammenhalt der tollen Truppe, was man am Nachwuchs und den vielen Beförderungen leicht sehen könne. Auch wenn der Bierhahn ja leider nicht tropfe, wie Hallerbach bedauerte.
Dafür sei es ihm um so mehr eine besondere Ehre, die Goldenen Ehrenzeichen im Auftrag des Innenministers von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, an Wehrleiter Ralf Wester (seit 1984 im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr) und Brandmeister Joachim Waldmann (seit 1985 dabei) aus Erpel zu verleihen. In Rheinbreitbach erhielt Bernd Zagermann die Goldene Ehrung für 35 Jahre Pflichttreue. Und das mit dem tropfenden Bierhahn … das wird wieder kommen, schaut die Feuerwehrgemeinschaft positiv in die Zukunft – und nicht nur tröpfchenweise!
Das Anstecken des großen Goldenen Ehrenabzeichens übernahm Landrat Hallerbach. Es gäbe auch immer noch ein kleines Abzeichen, wohl für den Pyjama, scherzte Hallerbach.
Die Feuerwehr-Anwärter Nils Bornheim und Daniel Heck wurden von Bürgermeister Karsten Fehr verpflichtet, nachdem sie ihre Verpflichtung zusammen vorgetragen haben.
Bürgermeister Karsten Fehr (vorne links) und Landrat Achim Hallerbach (vorne rechts) übernahmen die zahlreichen Beförderungen und Ehrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Unkel, hier in Erpel. Wehrleiter Ralf Wester (vorne, 2. von links) und Brandmeister Joachim Waldmann (vorne, 2. von rechts) erhielten jeweils das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen. Fotos: CD
