Allgemeine Berichte | 02.08.2017

Polnische Kommune würdigt Rheinbacher Künstler

Gorzów Wielkopolski verleiht Udo Edelmann die Ehrenauszeichnung

Udo Edelmann mit Musemsleiterin Tyranowska, privatFreund Ryszard Bronisz und Übersetzerin Irene Kamiski.

Rheinbach. In seiner Sitzung am 26. April 2017 beschloss der Rat von Gorzów Wielkopolski (früher Landsberg an der Warthe) einstimmig, dem international renommierten Rheinbacher Glaskünstler Udo Edelmann die Ehrenauszeichnung der Stadt Gorzów Wielkopolski zu verleihen, in der er 1938 geboren worde, als sie noch Landsberg an der Warthe hieß. Diese Ehrung erhalten drei weitere Persönlichkeiten – Leszek Bonczuk, Roman Picinski und Jerzy Zgorzalek – sowie das Ensemble „Kapela Retro“, die sich allesamt um das Kulturleben der größten Stadt in der polnischen Woiwodschaft Lebus verdient gemacht haben; diese gehörte bis zum Zweiten Weltkrieg zur Mark Brandenburg.

Verdienste um die deutsch-polnische Freundschaft

Udo Edelmann ist erst der dritte Nicht-Pole, der die Ehrenauszeichnung erhält. Vor ihm haben sie Ursula Hasse-Dresing und Christa Greuling bekommen, die sich in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen bei der Stiftung Brandenburg um die deutsch-polnische Freundschaft, insbesondere zwischen den ehemaligen und heutigen Bewohnern von Landsberg bzw. Gorzów Wielkopolski, verdient gemacht haben.

Ausstellung in Rheinbach und Gorzów Wielkopolski

Ähnlich wurde auch die Auszeichnung für Edelmann begründet. Seit 2012 hat er über Ryszard Bronisz und dessen Familie Kontakte in seine Geburtsstadt aufgebaut und auch Verbindung zum Kreismuseum Lebus mit seinen beiden Standorten, dem historischen Speicher und der Villa Schröder, aufgenommen. 2016 konnte nach langjähriger Vorbereitung die von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien geförderte Ausstellung „Udo Edelmann – Bildhauer, Glasgestalter, Designer“ zunächst in Gorzów Wielkopolski und anschließend im Glasmuseum Rheinbach gezeigt werden. Im Anschluss an die sehr erfolgreiche Ausstellung im historischen Speicher übereignete Udo Edelmann das Objekt „Leben“ dem Museum der Woiwodschaft Lebus. Die Ausstellung wurde in einem vom Landschaftsverband Rheinland finanzierten und vom Glasmuseum Rheinbach herausgegebenen zweisprachigen Katalog dokumentiert.

Im Beisein seiner Familie und seines Freundes Ryszard Bronisz empfing die kommissarische Museumsleiterin Grazyna Tyranowska Udo Edelmann jüngst in der Villa Schröder, wo die Arbeit „Leben“ ausgestellt war. Bei dieser Gelegenheit schenkte er dem Museum ein weiteres Glasobjekt: „Tanz II“, eine Vase in aufwendiger Graal-Technik. Auch das Glasmuseum Rheinbach hat der Künstler im Übrigen äußerst großzügig mit Schenkungen und Leihgaben bedacht, die verschiedene Phasen seines Schaffens dokumentieren (insgesamt etwa 35 Objekte). Udo Edelmann war Ende Juni, Anfang Juli mit Familie und Freunden nach Gorzów Wielkopolski gereist, um in der Philharmonie der Stadt mit den anderen Preisträgern die Ehrenauszeichnung in Empfang zu nehmen. Leider musste der Festakt wegen eines verheerenden Brandes, der den Hauptturm der Marienkirche verwüstete, abgesagt und auf September verschoben werden.

In der digitalen Enzyklopädie „Wikipedia“ ist Udo Edelmann im Artikel zu Gorzów Wielkopolski/Landsberg an der Warte unter den „Söhnen und Töchtern der Stadt“ aufgeführt.

Udo Edelmann mit Museumsmitarbeiter Mariian Fratzak im Museum Villa Schröder vor seinem dem Museum geschenkten Objekt „Leben“.

Udo Edelmann mit Museumsmitarbeiter Mariian Fratzak im Museum Villa Schröder vor seinem dem Museum geschenkten Objekt „Leben“.

Udo Edelmann mit Musemsleiterin Tyranowska, Fotos: privatFreund Ryszard Bronisz und Übersetzerin Irene Kamiski.

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