Allgemeine Berichte | 28.09.2019, 12:26 Uhr

Ausstellung im Mehrgenerationenhaus St. Matthias, Mayen

Gottes schöne Schöpfung

Schwester Antonia Poncelet lädt bis Dienstag, 12. November, zum Träumen ein

(V.li.n.re.) Hannelore Schmitt, Werner Steffens, Rosemarie Wengert, Schwester M. Antonia Poncelet, Inge Schlordt, Arthur Schlordt und Emad Girgis betrachten im Eingangsbereich das Bild „Nachfolge“. Foto: E.T. Müller
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Mayen. „Ich lege Wert darauf, dass meine Bilder Energiebilder sind, die Freude entwickeln“, so die Franziskanerschwester M. Antonia Poncelet aus Waldbreitbach bei der Vernissage im Caritas-Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen, wo ihre Bilder gezeigt werden. Das Malen mit Acrylfarben auf Leinwand ist für sie einerseits ein entspannendes Hobby und andererseits Ausdruck ihres Glaubens. In ihnen verarbeitet sie unter anderem religiöse Themen und spirituelle Erfahrungen. So zieht gleich im Café CaTI über dem Klavier ein rätselhaftes Gemälde die Blicke auf sich: Engelsgleich erhebt sich eine Gestalt vom schwarzen Felsen über die Wolken dem göttlichen Licht entgegen. Es ist die befreite Seele, frei nach dem Bibelzitat im Psalm 124 „Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel aus der Schlinge der Vogelsteller“. Es sind die Psalme, die Schwester Antonia täglich mit ihren Mitschwestern betet, die sie bei ihrer künstlerischen Arbeit inspirieren, so auch der „Ruheplatz am Wasser“, den sie in einer Bachaue gefunden und malerisch wiedergegeben hat. Das sehr große Gemälde im Eingangsbereich mit dem Titel „Nachfolge“ zeigt eine Gruppe von Menschen und darunter eine helle Person, Jesus, der sich von den anderen abhebt. Bereits als Kind hatte sich Schwester Antonia fürs Malen interessiert. Während ihrer 20 Jahre in Brasilien konnte sie sich in verschiedenen Malkursen weiterentwickeln und ein Wissen erlangen, was sie später, nach Deutschland zurückgekehrt, u.a. durch Kurse an der Europäischen Akademie für Bildende Kunst in Trier perfektionierte. In Mayen zeigt die Künstlerin einige Schwarz-weiß-Bilder und viele in Farbe, gegenständliche Motive, Landschaften und eine große Zahl abstrakter Gemälde. Schwester Antonia: „Meine Bilder sollen dem Betrachter Energie, Fantasie, Erinnerungen und Freude vermitteln, gleichzeitig aber auch zum Nachdenken und Meditieren anregen.“ Auch aus diesem Grund sind Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens und Caritas-Mitarbeiter Emad Girgis, MGH-Koordinator, froh über die Ausstellung, kommen ins Mehrgenerationenhaus doch Menschen mit ihren Problemen und Fragen, die vielfach den Blick für „Gottes schöne Schöpfung“ – so der Name der Ausstellung – verstellen. Zudem hofft Werner Steffens, „mit dieser Ausstellung auch Menschen ins Haus einzuladen, die keine Hilfe suchen, sondern eine Ausstellung anschauen. Denn das Mehrgenerationenhaus ist offen für alle.“ Und der Caritas-Geschäftsführer dankte für die Gestaltung der Ausstellung im MGH den beiden ehrenamtlichen Kuratorinnen Rosemarie Wengert und Hannelore Schmitt, die jede Ausstellung im Sinne der Künstler und ihrer Werke konzeptionieren sowie Inge und Arthur Schlordt, die Schwester Antonia immer wieder beim Aufhängen der Gemälde unterstützen. Bis Dienstag, 12. November, können die Bilder im Caritas-Mehrgenerationenhaus St. Matthias, St.-Veit-Straße 14, während der Öffnungszeiten angeschaut und auch käuflich erworben werden. Mit dem Erlös der Bilder unterstützt die Künstlerin soziale Projekte, die die Waldbreitbacher Franziskanerinnen fördern, wie das Kinder-Projekt des Ordens „Madre Rosa“ in Brasilien oder das Ordens-Projekt „Familien in Not“. Weitere Informationen sind erhältlich bei Emad Girgis, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. im Mehrgenerationenhaus St. Matthias unter Tel. (0 26 51) 9 86 91 84. per Mail an girgis-e@caritas-mayen.de oder unter www.caritas-mayen.de.

(V.li.n.re.) Hannelore Schmitt, Werner Steffens, Rosemarie Wengert, Schwester M. Antonia Poncelet, Inge Schlordt, Arthur Schlordt und Emad Girgis betrachten im Eingangsbereich das Bild „Nachfolge“. Foto: E.T. Müller

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