Allgemeine Berichte | 15.12.2025, 09:29 Uhr

Gregor Schulte aus Erpel mit 88 Jahren verstorben

Gregor Schulte - ein Macher und Initiator erfolgreicher Sport-Events

Gregor Schulte kurz vor Spielbeginn in der Dattenbergr Tennishalle.  Foto: privat
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Erpel. Gregor Schulte aus der Herrlichkeit Erpel hat sich still und leise auf seine letzte Reise begeben. Im Alter von 88 Jahren verstarb der auf verschiedenen Gebieten allseits bekannte Allround-Initiator, sei auf der lokalen politischen Ebene oder im sportlichen Bereich.

Um ihn trauern nicht nur seine Ehefrau Christa (sie heirateten im Jahr 1967 in Erpel) und seine Tochter Claudia (sein Sohn Gerd verstarb bereits vor einigen Jahren). Von seinem Tod betroffen sind auch seine vielen Sport-Freunde und ehemaligen politischen Weggefährten.

Im Jahr 1964, im Alter von 27 Jahren, wurde Gregor Mitglied des Erpeler Ortsgemeinderates, dem er 30 Jahre bis zum Jahr 1994 angehörte. Zudem war er von 1974 bis 1994 Mitglied des Verbandsgemeinderats Unkel. Von 1979 bis 1989 übte er zudem das Amt des 1. Beigeordneten der VG Unkel aus. Wie sich Wolfgang Jünemann (91 Jahre) erinnert, war Gregor Schulte, obwohl beide unterschiedllichen Parteien angehörten, stets ein sachkuniges und faires Ratsmitgled, dem es immer darum ging, stets zum Wohle der Bürger zu handeln.

Sein politisches Interesse ist bis zu seinem Tod 2025 geblieben, von der Kommunalpolitik bis hin zu den aktuellen gravierenden politischen Weltproblemen, die ihn mehr als beunruhigten.

Gregor Schulte ist ein Erpeler Urgestein. Er, der als Siebenjähriger das Kriegsende erlebte, und beruflich angeregt wurde durch das Lebensmittelgeschäft seiner Eltern in der Kölner Straße, absolvierte in Neuwied eine Kaufmannslehre im Einzelhandel. Einige Jahre später wechselte er zur Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel in Bonn, wo er bis zum Oberamtsrat aufstieg.

Sowohl im Beruf, als auch in leitenden ehrenamtlichen Funktionen, u.a. einige Jahre als erster Vorsitzender des Kanu-Club-Unkel (KCU), kamen ihm sein Redetalent, seine glaubhafte, freundliche und ehrliche Art, stets zugute. Hervorzuheben sind hier u.a. sein Engagement als Hauptorganisator des KCU-Rheinschwimmens, dies ab 1994, das weit über die VG Unkel hinaus, von Hunderten begeisterten Schwimmern aus Deutschland frequentiert wurde.

Über 60 Jahre war Gregor Schulte Mitglied des KCU, wo sein Herzblut lag.

Über den KCU kam er im Jahr 1991 mit 11 Gleichgesinnten, u.a. zusammen mit seinem bis heute aktiven Sportfreund Rudolf Weichsel, zum Gleitschirmfliegen, den er einige Jahre aktiv ausübte.

Sein kameradschaftliches Verhalten, sein großes organisatorisches Geschick und gelebte Empathie für seine Mitmenschen, zeigte sich auch in seiner Mitgliedschaft beim „Tennis-Club SW Erpel“, dem er seit 1979 angehörte. Bis zum November 2024 spielte er mit seinen Sportkameraden noch Tennis im Doppel, natürlich nicht ganz so schnell wie früher, aber mit anhaltender Freude am Tennissport. Die heutige 2. Tennis-Rentner-Gruppe des "TC SW Erpel" besteht aus 10 aktiven Spielern, über die Hälfte älter als 80 Jahre, die ihr Bestehen Gregor Schulte verdanken, der die unterschiedlichen starken Spieler zusammenführte. Sie agieren nicht nur sportlich, sondern ihr kameradschaftliches Verhalten bis heute stets in geselliger Runde pflegen.

Bei allem zeigte seine Frau Christa Verständnis für seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten und sportlichen Aktivitäten, zudem sie u.a. selbst aktives Mitglied des „ KCU“ und des „TC SW Erpel“ ist.

Gewiss ist, dass Erpel und seine Sportfreunde einen freundlichen, stets fairen und sehr angenehmen Kameraden verlieren, der wahrlich eine große Lücke hinterlässt.

Hajo Röder

Gregor Schulte kurz vor Spielbeginn in der Dattenbergr Tennishalle. Foto: privat

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