VdK Dierdorf-Anhausen hatte zum Grillfest eingeladen
Grillfest bot Rahmen für nette Gespräche
Veranstaltung des Sozialverbands fand wieder breite Akzeptanz – Ortsverband Dierdorf-Anhausen hat 365 Mitglieder
Dierdorf. Nicht selten sind die Themen ernst, um die es beim VdK geht. Um Hilfen in Notfällen, um Unterstützung bei Armut oder Krankheiten, um Begleitung bei Trauerfällen. Da darf auch mal ein bisschen Frohsinn und Geselligkeit sein. Wie beim jährlichen Grillfest des VdK Dierdorf-Anhausen, das die Mitglieder am vergangenen Samstag wieder feierten. Im evangelischen Gemeindehaus in Dierdorf waren die Tische gedeckt. Draußen im Garten brutzelten die Steaks über der Grillschale und in der großen Pfanne konnte man sich eins von den leckeren Bratwürstchen aussuchen.
Friedrich Weber aus Thalhausen ist Ortsverbandsvorsitzender für die Stadt Dierdorf mit den Stadtteilen Brückrachdorf, Elgert, Giershofen und Wienau sowie den vier Orten Anhausen, Rüscheid, Meinborn und Thalhausen des Kirchspiels Anhausen.
Er sagt: „Ich mache diese ehrenamtliche Arbeit gerne! Man kann tätig sein für Menschen in Notlagen und kann ihnen weiterhelfen. Hauptsächlich werden wir aktiv bei sozialen Problemen, wie zum Beispiel der Beantragung eines Schwerbehinderten-Ausweises und grundsätzlich bei der Anerkennung von Behinderungen. Da gibt es Hürden und Fußangeln, die man kennen und beachten muss. Die eigentliche Beratung macht die VdK-Kreisgeschäftsstelle in Neuwied. Auch Menschen, die mit Hartz IV zu kämpfen haben oder die frühverrentet werden, kommen zu uns und bitten um Hilfe. Es gibt aber auch Angelegenheiten, da sind wir nicht zuständig, zum Beispiel bei Erbschaftsangelegenheiten oder Familienauseinandersetzungen.“
Der VdK Dierdorf-Anhausen hat aktuell 365 Mitglieder. Das Grillfest wird jedes Jahr im Sommer gefeiert. Das Jahr beginnt offiziell mit dem Ortsverbandstag beziehungsweise den Mitgliederversammlungen. Auch werden regelmäßig Tages- und Mehrtagesfahrten zu interessanten Orten und auch ins Ausland angeboten. Im Vorstand unterstützt wird Friedrich Weber von Jochen Schumacher, stellvertretender Vorsitzender, der Frauenbeauftragten Gaby Lohmann-Höbel, der Kassiererin Angelika Reiner und den Beisitzern.
Friedrich Weber bietet seit einiger Zeit Englischkurse an, da er im Berufsleben weltweit unterwegs war und dadurch die Bedeutung von Sprachkenntnissen am eigenen Leib erfahren hat. Er sagt: „Manchmal versteht man vor lauter Anglizismen einfache Zeitungsartikel nicht mehr, da ist es hilfreich, wenn man ein paar Worte Englisch kann.“
Zum Grillfest waren in diesem Jahr über 50 Gäste gekommen, mehr als sich angemeldet hatten. Die Frauen im Vorstand hatten die leckeren Salate vorbereitet. Auf ein Programm im Verlauf des Nachmittags verzichtet man mittlerweile. Er habe die Erfahrung gemacht, sagt Friedrich Weber, dass die Leute sich lieber unterhalten, statt einem Programm zu folgen. Und so wurde der Nachmittag im evangelischen Gemeindehaus ausgiebig für solche Gespräche genutzt.
Ortsverbandsvorsitzender Friedrich Weber kümmert sich gerne um die Sorgen und Nöte der Mitglieder.
Einige Stunden sitzt man gemütlich zusammen. Viele Erinnerungen und Neuigkeiten werden ausgetauscht.
Spaß muss sein: Der Helfer an der Würstchenpfanne lässt aber auch beim Scherzen sein Grillgut nicht aus den Augen.
