Hainer Weinlese im Wingert am Marcksplatz
Groß und Klein bei der Ernte
Niederdürenbach-Hain. Am Freitag, 4. Oktober fand im Hainer Wingert am Marcksplatz wieder die Lese der Weintrauben statt. Burg Olbrück und ein Weinberg gehören nach den Geschichtsaufzeichnungen des Dorfes schon immer zusammen. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde 2004 der jetzige Weinberg am Marcksplatz mit seinen 62 Rebstöcken der Traubensorte „Regent“ angelegt, der jedes Jahr Groß und Klein zur Weinlese zusammen¬führt.
Der Wingert, der seit seiner Anlegung insbesondere von dem in der Nachbarschaft wohnenden Hans Schneider liebevoll gepflegt und bearbeitet wird, ist ein Schmuckstück für Hain. Bereits zum 13. Mal erfolgte in diesem Jahr die Lese im Wingert, dessen Weinbergsmauern vor drei Jahren erneuert wurden. Der „Hainer Südhang“ brachte auch in diesem Jahr, trotz der großen Trockenheit, einen erfreulichen Ertrag an Reben.
„Wir erhoffen uns in diesem Jahr einen Ertrag zwischen 50 – 60 Flaschen „Hainer Südhang.
Durch die vielen Sonnenstunden in diesem Jahr rechnen wir mit einem tollen Wein von hoher Qualität, wenn auch die im Jahr über herrschende Trockenheit nicht spurlos an unseren Rebstöcken vorbeigegangen ist“, stellte Hans Schneider nach der Lese fest, an der in diesem Jahr neben dem alten Ortsbürgermeister August Henn auch dessen Amtsnachfolger Sebastian Schmitt sowie auch die beiden „Jungwinzer“ Tim Oligschläger (8 Jahre) und Nikolas Bell (9 Jahre) teilnahmen.
Nach getaner Arbeit stärkten sich die „Hainer Winzer“ mit einem Imbiss und ließen sich eine Flasche des Vorjahres-Weines munden, bevor die Trauben zum Keltern gebracht wurden.
Ortsbürgermeister Sebastian Schmitt dankte besonders Hans Schneider, seiner Familie und der Nachbarschaft für die Aufrechterhaltung der Tradition der Weinbergpflege, die der rührige „Oberwinzer“ Schneider bereits jetzt an seinen Enkel Tim weiterreicht, der seinem Opa bereits seit Jahren im Wingert hilft.
WK
