Allgemeine Berichte | 27.06.2018

Musikmärchen der Musikschule Voreifel begeistert Kinder und Eltern

Großartige Inszenierung

Der Chor des Waldes versucht, die kleine Blume zu trösten. Thomas Esseling

Rheinbach. „In Dorothea Finke steckt eine Literatin“, schwärmte der ehemalige Leiter der Musikschule Voreifel, Karl Hempel, nach der vom Publikum begeistert aufgenommenen Aufführung des Musikmärchens „Kleine Blume reis(s)t aus“. Mit viel Fantasie und Bezügen zu der Welt, so wie Kinder sie sehen und erleben, hatte die Leiterin des Unterrichtsbereichs Elementarausbildung eine neue Aufführung auf die Bühnenbretter des Rheinbacher Stadttheaters gebracht. Berührende Szenen und auf den Punkt gebrachte Darbietungen vermittelten die Mut machende Botschaft: „Glaube an Deinen Traum! Halte an ihm fest! Bleibe dabei, dann werden Deine Wünsche wahr!“

Musikschulleiter Claus Kratzenberg sparte ebenfalls nicht mit Anerkennung. Am Ende der Vorstellung am Sonntag wandte er sich an die Leiterin des Unterrichtsbereichs Elementarausbildung der Musikschule Voreifel mit den Worten: „Es ist ein bisschen so, wie ‚… und jährlich grüßt das Murmeltier‘. Danke für Deine Ideen, Deine Kreativität, Deine Zeit, die Du einbringst. Kaum einer kann sich vorstellen, was alles dahinter steckt. Was Du wieder einmal auf die Beine gestellt hast, ist der Wahnsinn! Eine Aufführung wie diese sucht ihresgleichen in der ganzen Region.“

In detailreichen und originellen Kostümen und zu einem weitgespannten musikalischen Bogen von traditionellen Kinderliedern über Eigenkompositionen („Wir tanzen wunderbar einen Mäuse-Cha-Cha-Cha“), die das Publikum mitrissen und zum Klatschen und Mitsingen aufforderten - bis hin zu bekannten Auszügen aus dem Bereich der Klassik sowie einem internationalen Beitrag (das japanische „Hotaru Koi“ zum Glühwürmchenfest am Sommeranfang), präsentierten mehr als 100 Kinder die jährliche Inszenierung des neuen Musikmärchens der Musikschule Voreifel. An beiden Aufführungstagen wurde das Stück vor voll besetzten Sitzreihen inszeniert. Viel Engagement, Begeisterung und Spielfreude bewiesen die jungen Akteure, darunter mit ausgewiesenem Talent die Solisten, wie zum Beispiel Rebecca Fuinhas Gehrke, Anja Bluhm und Ranja Haupt. Für Buch, Regie und Organisation zeichnete sich erneut Dorothea Finke verantwortlich, die ihrerseits mehrfach hervorhob, dass ein solches, über zwei Tage angelegtes, Großprojekt nicht ohne die tatkräftige Unterstützung von vielen Helfern, Förderern und Freunden möglich gewesen sei.

Musikmärchen mit viel Fantasie

Das Musikmärchen begann mit einer kurzen Einführung: Als bewährter Vorleser aus früheren Aufführungen nahm Karl Hempel in seinem Ohrensessel am Rand der Bühne Platz. Mit ruhiger, sonorer Stimme erzählte er die Geschichte der kleinen Sonnenblume (Samstag: Ylvie Wolf / Sonntag: Ranja Haupt), die unter dem dichten Blätterdach des Waldes (eindrucksvolles Bühnenbild mit raffiniert gesetzten Lichteffekten: Theaterbau AG des Städtischen Gymnasiums Rheinbach unter der Leitung von Elke Viltz; Ton- und Lichttechnik: Andrew Noah Cap und Jasper Finke) begonnen hat zu wachsen. Mangelndes Sonnenlicht beeinträchtigt die Entwicklung der Sonnenblume. Ihr wird bewusst, dass sie aus diesem Grund weder Blüten bilden, noch Früchte tragen wird. In ihr wächst der Wunsch, an einem Ort weiterzuwachsen, an dem die Sonne scheint, und die sie kräftig und stark werden lässt. In ihrem Streben wird die kleine Sonnenblume durch die Bäume des Waldes (Samstag: Samuel Fuinhas Gehrke, Johanna Brandl, Lara Frömbgen / Sonntag: Fiona Müdder, Flora Müdder, Silas Worm) unterstützt.

Weder der Wind (Kinder der musikalischen Früherziehung aus Heimerzheim, Leitung: Angelika Patalas), noch die Bienen (Samstag: Ann Christin Klozoris, Annika Ewald, Janós Prüßner, Lenia Frömbgen / Sonntag: Isabel Sinning, Johanna Block, Jolanda Darchinger, Lisa Schüller), noch die Mäuse (Samstag: Lilly-Marie Häfner, Nina Bohle, Tamina Kraemer sowie die Kinder der musikalischen Früherziehung Buschhoven, Leitung: Dorothea Finke / Sonntag: Caya Ebbinghaus, Hanna Wabschke, Melina Linden sowie die Kinder der musikalischen Früherziehung Familienzentrum Odendorf, Leitung: Stephanie Keup-Büser) als auch die Maulwürfe (Samstag: Lilith Dörrscheidt, Milou Dörrscheidt, Medina Seyed Sadri mit den Kindern der musikalischen Früherziehung der Kita Schatzinsel, Leitung: Dorothea Finke / Sonntag: Johann Schwarzer, Thilo Worm, Viktoria Göbel mit den Kindern der musikalischen Früherziehung Familienzentrum Rasselbande, Leitung: Elisabeth Breuer) können dabei helfen. Schließlich sind es eine Gruppe Kinder, ein Gedicht von Goethe sowie ein Skateboard, die die Wende bringen und dem Schicksal der kleinen Sonnenblume einen glücklichen Ausgang bescheren.

Der Chor des Waldes versucht, die kleine Blume zu trösten. Foto: Thomas Esseling

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