Allgemeine Berichte | 10.07.2018, 16:35 Uhr

Meckenheimer Kammerchor begeisterte beim Lions Benefizkonzert

Großartiger Konzertabend

Spendenerlös zugunsten der Inklusiven Freizeit der Evangelischen Kirchengemeinde

Das Publikum spendete dem Kammerchor und allen Solisten begeisterten Applaus.  Privat
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Meckenheim. Über fast 250 Gäste konnte sich der Lions Club Meckenheim-Wachtberg beim Benefizkonzert zugunsten der Inklusiven Freizeit der Evangelischen Kirchengemeinde Meckenheim freuen. Zunächst brillierte der Pianist Herbert Vennemann mit Prélude, Choral et Fugue, dem ersten Klavierwerk César Francks, mit denen er 1884 das französische Publikum ebenso begeisterte wie zuvor mit seinen Orgelwerken. Die Idee zu einem Triptychon aus Präludium, Choral und Fuge geht auf Johann Sebastian Bachs Orgel-Präludien und -fugen zurück. Schon der Thomaskantor hatte diese gelegentlich zu Triptycha erweitert (Toccata, Adagio und Fuge C-Dur, aber auch andere, durch langsame Sätze aus den Orgeltriosonaten ergänzte Werke). Franck übernahm diese Idee, ersetzte jedoch den langsamen Satz durch einen Choral sowie die streng rhythmisierten Präludien Bachs durch ein „Prélude non mésuré“ französischer Art. Dadurch, sowie durch die thematische Vereinheitlichung aller drei Sätze, gewinnt sein Prélude, Choral et Fugue dezidiert romantischen Charakter. Vennemann begeisterte hier mit schnellen, fast von selbst von den Fingern selbst perlenden Läufen und sicherem Oktavenspiel sowie fast spielerisch lockerem Übergreifen in den Diskant. Nach einem beeindruckenden Moment der Stille gab es lang anhaltendem Applaus.

Der Meckenheimer Kammerchor unter der Leitung von Martin Kahle sang dann zwei Chorwerke aus der Kantate „Da Pacem“, die dieser aus Anlass des Luther-Jubiläumsjahres komponiert hatte und nahm dabei das Antiphon „Da Pacem, Domine, in diebus nostris“ aus dem neunten Jahrhundert als Ausgangspunkt. Das hatte auch Martin Luther 1529 getan, als er die Zeilen „Verleih uns Frieden gnädiglich“ verfasste. „Wir beten für den Frieden“ mit gefühlvollen und hymnischen Anteilen und das modern-leichtfüßig anklingenden „O Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens“ ließen die Konzertbesucher andächtig lauschen und zugleich rhythmisch mitgehen. Es gab lang anhaltenden Beifall.

Messa di Gloria

Als krönender Abschluss wurde die „Messa di Gloria“ von Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccini mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei aufgeführt. Festliche Kirchenmusik und deren strengen Formen sind hier mit persönlichen musikalischen Stil für Melodien und Klänge, die bereits die außerordentliche Meisterschaft der späteren Opernmusik enthüllen, in Einklang gebracht. Andreas Petermeier (Bass) überzeugte hier mit strahlend gewaltigem Ton und Nico Heinrich (Tenor) stand dem stimmlich ebenso als Solist in keiner Weise nach. Gerade das Gloria hatte triumphierende Strahlkraft. Erst liedhaft vertont, dann fugenähnlich ausgearbeitet und schließlich pathosgeladen opernhaft vom Chor gesungen, waren die Zuhörer bis zum letzten Ton gebannt. Es zeigte sich anscheinend an diesem Abend bei jedem das Empfinden, wie es in der Musikliteratur beschrieben ist „Die ganze Messe – ein ‚Monument zur Ehre Gottes‘!“ Und wie es in Italien sogar in Kirchen durchaus üblich ist, waren einige Zuhörer sogar versucht, Zwischenbeifall zu spenden.

Reichliche Spenden

Insgesamt ist bei diesem Konzert absolut von einem musikalischen Ereignis der Sonderklasse zu sprechen. Das Publikum honorierte dieses, in dem es reichlich zugunsten der Inklusiven Freizeit der Evangelischen Kirchengemeinde Meckenheim spendete.

Pressebericht

Lions Club

Meckenheim-Wachtberg

Das Publikum spendete dem Kammerchor und allen Solisten begeisterten Applaus. Foto: Privat

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