16 Jahre NABU-Stadtranderholung Meckenheim als Indianer-Waldwochen
Große Häuptlinge und Wilde Bisons bei den Adlern
Meckenheim. Endlich war es wieder soweit: Ferienzeit ist NABU-Zeit. „Whichi Tai Tai“... schallte es durch die Räume des Atriums, wie beim vorjährigen Abschiedsfest der NABU-Stadtranderholung Meckenheim im PZ des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Ab Mitte Juli erkundeten bei der diesjährigen NABU-Ferienfreizeit viele der letztjährigen Kinder gemeinsam mit den Neuen als Indianer die Natur in und rund um die Stadt. Die 128, in fünf Gruppen aufgeteilten, teilnehmenden Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren und ihre 23 Betreuer und Betreuerinnen und acht PraktikantInnen hatten viel Spaß dabei sich durch Selbstgefertigte Indianerhemden und Stirnbänder in Indianer zu verwandeln. Die selbst gemachten Medizinbeutel wurden von den geschminkten Freizeit-Indianern mit wichtigen Dingen gefüllt, wie dem heilkräftigen Wegerich oder anderen Schätzen. Auch beim Trommelbau waren alle äußerst kreativ. Die Trommellieder wurden dann beim Abschiedsfest zum Besten gegeben. Überhaupt hatten die Stämme der „Lakota-Indianer“, der „Apachen“, „Yakari“, „Die großen Häuptlinge“, und „Die Wilden Bisons“ viel erlebt: neben Basteleien, die zeigten, dass das Indianerleben gar nicht so einfach war, entstanden Indianerlager im Wald. Auf ihren „Drahteseln“ radelten die Indianerkinder bis zu den Tieren und zum Spielplatz der Waldau und zurück. Für das leibliche Wohl wurde auf besondere Weise gesorgt. Untermalt von indianischen Klängen, gab es leckeres authentisches Essen wie Allula-Brötchen und Popcorn. Spannend für alle war auch das eigene indianische Totemtier zu erfahren. Und so waren die Kinder stolz darauf, Hirsch, Bieber, Eule, Specht oder Schneegans zu sein. Die Kinder lernten mit allen Sinnen das aufregende Leben der nordamerikanischen Ureinwohner kennen. Sie erfuhren ganz spielerisch, dass es die „Indianer“ so nicht gegeben hat, sondern viele unterschiedliche Stämme, mit verschiedenen an ihre Lebensräume angepassten Lebensweisen. Neben den Tipi-bewohnenden Prärieindianern entdeckten sie uner anderen die Irokesen, die Tlingit und die Hopi, durch deren Spiele, Lieder und Geschichten. Auch der Niedergang der Stämme und ihre Wiederkehr als First Nations und ihr heutiges Leben waren wichtige Themen, die den Wissendurst der Kinder kaum zu stillen vermochten. Besondere Highlights waren: der Ausflug zu Adlern und Geiern ins Wildgehege Hellenthal, der Bau von Tipis im Wald und des großen Gemeinschaftstipis, auf dem sich alle Kinder mit Handabdruck verewigten. Auch Erlebnisse mit Wasser kamen wieder nicht zu kurz. Zum Schluss gab es dann das große Powwow-Abschiedsfest. Die NABU-Indianerkinder trommelten vor ihren zahlreichen Gästen, sangen und tanzten, dass das PZ bebte. Außerdem schauten sich die Gäste die große Ausstellung „Ein Volk von Künstlern“ an und konnten dabei viel Neues erfahren. Zuletzt hieß es wieder: „Auf Wiedersehen beim nächsten Mal!“, in der ersten Herbstferienwoche bei der Zugvogel-Woche, vom 23. bis 27. Oktober, und in den ersten zwei Sommerferienwochen, vom 16 bis 27. Juli 2018, bei den ersten NABU-Luftikus-Wochen, wo alles rund ums Thema Luft erlebt und erforscht werden kann… Für weitere Fragen: Silvia Johna, Tel. (0 22 25) 94 73 66 oder (01 77) 6 05 69 41. Infos unter: www.stadtranderholung-meckenheim.de.
Auch Wasseraktivitäten durften nicht fehlen. Fotos: Privat
